Mein geliebtes Unheil,
seit du in mein Leben getreten bist,
steht nichts mehr gerade.
Nicht der Tisch.
Nicht der Tag.
Nicht einmal mein Misstrauen.
Ich wollte vernünftig bleiben.
Das war mein erster Fehler.
Du hast mich nicht erobert
wie in schlechten Romanen,
mit Mondlicht, Geigen
und handwarmem Seelenzucker.
Nein.
Du bist gekommen
wie eine kleine Naturkatastrophe
mit guten Schuhen.
Unangekündigt.
Unverschämt.
Seitdem sortiert mein Herz
die Trümmer alphabetisch.
Ich denke an dich
in Momenten,
in denen ein anständiger Mensch
an Rechnungen, Wetter
oder Zahnarzttermine denken sollte.
Stattdessen: du.
Immer wieder du.
Wie ein Refrain,
der sich weigert,
musikalisch zu werden.
Dein Blick
hat etwas Gefährliches.
Nicht im Sinne von:
Ich verliere mich in deinen Augen.
So tief wollen wir hier
gar nicht sinken.
Eher im Sinne von:
Da geht einer freiwillig
über eine Brücke,
obwohl er sieht,
dass sie brennt.
Und ich?
Ich winke noch.
Ich könnte schreiben,
du seist mein Licht.
Aber das wäre zu einfach.
Außerdem kenne ich Licht.
Es flackert.
Es blendet.
Es zieht Motten an.
Du bist eher der Riss
in der Wand,
durch den plötzlich
etwas Wahres schaut.
Nicht schön
im üblichen Sinn.
Besser.
Echter.
Unbequemer.
Seit dir hat sogar die Stille
eine andere Temperatur.
Sie friert nicht mehr
ganz so ordentlich.
Natürlich weiß ich,
dass Liebe eine Zumutung ist.
Eine dieser großen,
schlecht versicherten
Angelegenheiten.
Man gibt einem anderen Menschen
ein Messer in die Hand
und sagt:
Hier.
Schau, ob du damit
Brot schneidest.
Bei dir
habe ich es trotzdem getan.
Vielleicht ist das dumm.
Vielleicht ist es mutig.
Wahrscheinlich ist es beides.
Ich verspreche dir
keine ewige Sonne.
Das wäre gelogen
und meteorologisch fragwürdig.
Ich verspreche dir das:
Ich bleibe,
wenn der Himmel
schlecht gestrichen ist.
Ich lache,
wenn das Pathos ausrutscht.
Ich halte deine Schatten
nicht für einen Produktionsfehler.
Und wenn alles zu süß wird,
stelle ich Salz auf den Tisch.
Ich liebe dich.
Nicht sauber.
Nicht vernünftig.
Nicht als Postkartenmotiv
mit zwei Schwänen
und Sonnenuntergang.
Sondern so,
wie man etwas liebt,
das einen erwischt hat.
Mitten im Satz.
Mitten im Trotz.
Mitten in dieser lächerlichen,
kostbaren Zumutung
namens Leben.
seit du in mein Leben getreten bist,
steht nichts mehr gerade.
Nicht der Tisch.
Nicht der Tag.
Nicht einmal mein Misstrauen.
Ich wollte vernünftig bleiben.
Das war mein erster Fehler.
Du hast mich nicht erobert
wie in schlechten Romanen,
mit Mondlicht, Geigen
und handwarmem Seelenzucker.
Nein.
Du bist gekommen
wie eine kleine Naturkatastrophe
mit guten Schuhen.
Unangekündigt.
Unverschämt.
Seitdem sortiert mein Herz
die Trümmer alphabetisch.
Ich denke an dich
in Momenten,
in denen ein anständiger Mensch
an Rechnungen, Wetter
oder Zahnarzttermine denken sollte.
Stattdessen: du.
Immer wieder du.
Wie ein Refrain,
der sich weigert,
musikalisch zu werden.
Dein Blick
hat etwas Gefährliches.
Nicht im Sinne von:
Ich verliere mich in deinen Augen.
So tief wollen wir hier
gar nicht sinken.
Eher im Sinne von:
Da geht einer freiwillig
über eine Brücke,
obwohl er sieht,
dass sie brennt.
Und ich?
Ich winke noch.
Ich könnte schreiben,
du seist mein Licht.
Aber das wäre zu einfach.
Außerdem kenne ich Licht.
Es flackert.
Es blendet.
Es zieht Motten an.
Du bist eher der Riss
in der Wand,
durch den plötzlich
etwas Wahres schaut.
Nicht schön
im üblichen Sinn.
Besser.
Echter.
Unbequemer.
Seit dir hat sogar die Stille
eine andere Temperatur.
Sie friert nicht mehr
ganz so ordentlich.
Natürlich weiß ich,
dass Liebe eine Zumutung ist.
Eine dieser großen,
schlecht versicherten
Angelegenheiten.
Man gibt einem anderen Menschen
ein Messer in die Hand
und sagt:
Hier.
Schau, ob du damit
Brot schneidest.
Bei dir
habe ich es trotzdem getan.
Vielleicht ist das dumm.
Vielleicht ist es mutig.
Wahrscheinlich ist es beides.
Ich verspreche dir
keine ewige Sonne.
Das wäre gelogen
und meteorologisch fragwürdig.
Ich verspreche dir das:
Ich bleibe,
wenn der Himmel
schlecht gestrichen ist.
Ich lache,
wenn das Pathos ausrutscht.
Ich halte deine Schatten
nicht für einen Produktionsfehler.
Und wenn alles zu süß wird,
stelle ich Salz auf den Tisch.
Ich liebe dich.
Nicht sauber.
Nicht vernünftig.
Nicht als Postkartenmotiv
mit zwei Schwänen
und Sonnenuntergang.
Sondern so,
wie man etwas liebt,
das einen erwischt hat.
Mitten im Satz.
Mitten im Trotz.
Mitten in dieser lächerlichen,
kostbaren Zumutung
namens Leben.