WAS BLEIBT, WENN NICHTS BLEIBT
von Sam de Wenah
Wir jagen Schatten auf goldenem Grund,
verwechseln das Laute mit echtem Gewicht,
verlieren im Morgen den Wert jeder Stund,
weil Glanz uns blendet und Wahrheit bricht.
Wir tragen die Zeit wie geliehenes Gut,
als wär´ sie unendlich, stets morgen noch da,
doch jeder Moment fragt uns leise nach Mut,
ob wir leben - oder nur warten, Jahr für jahr.
Denn Sinn wächst nicht dort, wo das Haben regiert,
er keimt im Verzicht, im fühlenden Sein.
Wer liebt, wer vergibt, wer ehrlich riskiert,
der schreibt seine Spuren still und tief ein.
Öffne die Augen, eh sie sich schließen,
das Leben ist jetzt – kein später, kein Mehr.
Nicht das, was wir sammeln, lässt uns genießen,
was wir verschenken, macht reich – und nicht schwer.
Was wir festhalten, vergeht. Was wir geben, bleibt.
von Sam de Wenah
Wir jagen Schatten auf goldenem Grund,
verwechseln das Laute mit echtem Gewicht,
verlieren im Morgen den Wert jeder Stund,
weil Glanz uns blendet und Wahrheit bricht.
Wir tragen die Zeit wie geliehenes Gut,
als wär´ sie unendlich, stets morgen noch da,
doch jeder Moment fragt uns leise nach Mut,
ob wir leben - oder nur warten, Jahr für jahr.
Denn Sinn wächst nicht dort, wo das Haben regiert,
er keimt im Verzicht, im fühlenden Sein.
Wer liebt, wer vergibt, wer ehrlich riskiert,
der schreibt seine Spuren still und tief ein.
Öffne die Augen, eh sie sich schließen,
das Leben ist jetzt – kein später, kein Mehr.
Nicht das, was wir sammeln, lässt uns genießen,
was wir verschenken, macht reich – und nicht schwer.
Was wir festhalten, vergeht. Was wir geben, bleibt.