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aufstehen und weitergehen
leichter gesagt als getan
ich versuch es immer wieder
doch irgendwann fehlt auch mir der elan

hab keine kraft mehr zu schweigen und still zu hoffen
will wieder glücklich sein und lachen
doch erst bei dir mit der tür ins haus krachen

dir alles sagen was ich so lange unterdrückte
jeden gedanken dir geben den ich einst für dich pflückte

du sagst du verstehst und willst es jetzt besser
Und ich fall wieder drauf rein und lauf in dein messer

sitze blutend neben dir auf der couch
du siehst es nicht mal
und höre dich sagen, dass ich zu nichts taug

morgen will ichs wieder wagen
doch nun stellen sich mir fragen

wie lange halte ich das noch aus
wie lange bringst du noch so viel trauer ins haus

will ich das wirklich für mich
viel besseres verdien ich, das ist gewiss

so hab ich's mir nicht vorgestellt
doch hinnahme hat sich zu mir gesellt
war einst so viel stärker
und jetzt im emotionalsten aller kerker


ich wünschte es wär leichter einfach zu fliehen
mich frei lassen und dich ziehen
doch wie soll ich das schaffen
wie soll ich nur ohne dich einfach weitermachen
 
Hallo Emsily,
Deine Zeilen haben mich sehr nachdenklich gemacht! Ich kann dem LI nur raten, sich so schnell wie möglich zu trennen. Es ist keine Liebe da, wenn jemand blutend auf der Couch sitzt und sich anhören muss, dass er nichts taugt….Das Schlimme ist, es wird sich nie ändern, egal wieviel Hoffnung und Liebe man in so eine Beziehung reinsteckt!
Ich wünsche dem LI ganz viel Kraft und das Bewußtsein, daß es Besseres verdient hat!
Liebe Grüße, Lizzy
 
Liebe Lizzy,

ich danke dir sehr herzlich für deinen Kommentar und die Zeit die du dir für das Lesen genommen hast!
Genau das wünsche ich dem LI auch aus tiefstem Herzen.
Liebe Grüße, Emsily
 
Hallo Emsily,

was du beschreibst ist - meiner Meinung nach - eine der erstaunlichsten Eigenschaften von uns Menschen.
Platt gesagt: "Man gewöhnt sich an alles".
Das hat uns als Spezies sehr weit voran gebracht, kann heutzutage aber auch oft ein Hindernis sein, jetzt wo es uns doch eigentlich gut geht und wir es oft gar nicht nötig haben, uns an irgendwas schlechtes zu gewöhnen.

Dann rutscht man so in ein Leben rein, das man gar nicht führen will, einfach nur, weil man sich nach und nach dran gewöhnt! Dann fühlt es sich so an, als wäre alles richtig so, egal wie es ist. Unser Gehirn ist da richtig gut drin.
Klar, wir fangen dann an zu zweifeln, aber oft sind Zweifel ja auch unbegründet. Also zweifeln wir an den Zweifeln.
Dabei würde man doch meinen, wenn man das zehnte, hundertste, tausendste Mal drüber nachgedacht hat, dann wird wohl was dran sein.
Wir Menschen können schon sehr kompliziert sein...

Eine Anmerkung noch zum Gedicht selbst. 🙂
Die etwas spezielle Anordnung der Zeilen gefällt mir ganz gut. Es passt irgendwie zur verworrenen Situation des lyrischen Ichs.
 
  • UniquePanda
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