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Feedback jeder Art Leumund

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  • Monolith
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Definierte Beurteilung

Man sagt,
dass ich nicht klug sei
es sei nicht weit her
mit dem Intellekt
Humor?, was für eine Frage
der fehlt in Gänze.

Man sagt,
meiner Schönheit könne
man etwas abgewinnen
das gewisse Etwas sei da
mein Leuchten käme von innen
wenn auch nur sehr klein.

Man sagt,
ich sei emphatisch
hilfsbereit und gut
alles könne man
von mir haben
mein Mehrwert
in der Hinterhand.

Und was ist,
wenn kein Besitz
mehr da ist?

© Monolith
 
Hallo @Monolith

Da fällt mir spontan der Spruch ein: Ist der Ruf erst ruiniert…

Stark finde ich u.a. die klare Struktur deines Werkes:

• 1. Strophe: Die Abwertung
• 2. Strophe: Die Relativierung
• 3. Strophe: Die „Funktionalisierung“

Besonders der Schluss lässt mich nachdenken: Was bleibt, wenn der Nutzen für andere aufgebraucht ist? Das Lyrische Ich spricht hier selbst von „Besitz“, der am Ende fehlen könnte.

Vielleicht sollte man genau dort ansetzen und dieses Bewertungssystem (Besitz, Mehrwert, Hinterhand…) grundlegend in Frage stellen? Wenn man die Idee des „Besitzens“ menschlicher Qualitäten auflöst, würde das ganze Konstrukt in sich zusammenfallen – und vom Haben bliebe nur noch das Sein übrig.

PS: Mir ist bewusst, dass das LI genau diesen Zustand im Grunde bereits bemängelt.

Toll!

LG Guenk
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo @Guenk und Hallo @Vetula

herzlichen Dank für eure Kommentare und das Like.

Der von dir erwähnte Spruch kann einem durchaus in den Sinn kommen
bei der von mit gewählten Titulierung der Zeilen. Doch wer mich ein wenig kennt
ahnt/weiß, das es einen Hintersinn gibt/geben muss.

Mir ging es um die Ausbeutung derer, die eher nicht dem intelligenten und visuell "allgemein gültigem" Erscheinungsbild entsprechen und daher von Teilen
der Gesellschaft in eine Randgruppe gedrängt werden mit denen man nicht viel/nichts anzufangen weiß und zur "Zweckerfüllung" für die Gesellschaft lediglich die materielle und emotionale Ausbeutung bleibt. Zumeist bleibt diese Art
der "gesellschaftl. Integration" von den betroffenen Menschen unerkannt und der Rest der Gesellschaft unendeckt. Unendeckt wohl durch eigene Problematiken und dem nebenherleben der Mitmenschenm in der schnelllebigen Zeit.

Doch was ist, und macht das mit den Menschen, die wie hier bei dem Protaginsten, kognitiv mehr auf dem Kasten haben (verzeiht die saloppe Vormulierung) und durchaus ihren momentanen Stellenwert erkennen, das "Spiel" aber mitmachen
in dem legitimen Versuch der Dazugeghörigkeit?


Dankeschön auch für das Like:
@Stavanger @Rudolf Fritz-Roessle @Driekes
@Abenteuerpoet @Zorri und @Vokala


MfG
Monolith
 
  • Monolith
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