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Feedback jeder Art In freudiger Erwartung

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  • Anaximandala
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Im Glauben praktizieren wir ergeben
das heilige Spektakel. Aufgefahren
zum Vater ist der Heiland. Und in Scharen
beginnen wir, in die Natur zu streben.

Dort danken wir bei Wein und Brot dem Leben,
wobei wir uns das Brot für Wein ersparen.
Wir wollen Christi Blut in uns bewahren,
wenn wir ekstatisch rituell erbeben.

Was lässt sich von nem Donnerstag erwarten?
Nun, einen gibt es – und von dem ne Menge!
Die Söhne Adams ziehn in Edens Garten, –

da wird gezecht, gibts Prügel und Gedränge,
und das Juwel, die Krönung aller Arten,
hat vollgekotzt die Hände am Gehänge.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Anaximandala,
es ist wie mit dem sonntäglichen Kirchgang. Mit dem Gebetbüchlein in der Hand brav erscheinen, dann aber rasch heim zum Mittagessen, eventuell noch mit vorherigem Abstecher für einen Stärkungstrunk.
Eine Scheinwelt. Aber Hauptsache, man wird gesehen.
Viele Grüße
Chilicat
 

Claudis Themen
Moin Delf,

schön böse, dein satirisches Sonett, und ganz nach meinem Geschmack! Prima, du hast dich für die strenge Schlegel-Form entschieden (wenn schon, denn schon!) und handwerklich kann ich kaum meckern.

Nur zwei sprachliche Korinthen mit Verbesserungsidee:

Im Glauben

Ne. Den Vers würde ich umstellen und wenn sich nichts Besseres findet, dann eher nochmal den Heiland wiederholen. Oder vielleicht mit einem Inreim:

wobei wir uns das Brot für Wein ersparen,
um Christi Blut auch gut in uns zu wahren,


Hier hast du die Prügelei auch metrisch dargestellt:

da wird gesoffen, gibts Prügel und Gedränge,
Ja, gute Idee! Wie gesagt, mir gefällt das Sonett!

LG Claudi
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen und vielen Dank für eure Kommentare,

Hallo Anaximandala,
es ist wie mit dem sonntäglichen Kirchgang. Mit dem Gebetbüchlein in der Hand brav erscheinen, dann aber rasch heim zum Mittagessen, eventuell noch mit vorherigem Abstecher für einen Stärkungstrunk.
Eine Scheinwelt. Aber Hauptsache, man wird gesehen.
Viele Grüße
Chilicat

Hallo Chilicat,

ja, in gewisser Weise ist das wohl so ... allerdings hier weit weniger subtil 😀

Moin Delf,

schön böse, dein satirisches Sonett, und ganz nach meinem Geschmack! Prima, du hast dich für die strenge Schlegel-Form entschieden (wenn schon, denn schon!) und handwerklich kann ich kaum meckern.

Nur zwei sprachliche Korinthen mit Verbesserungsidee:


Im Glauben


Ne. Den Vers würde ich umstellen und wenn sich nichts Besseres findet, dann eher nochmal den Heiland wiederholen. Oder vielleicht mit einem Inreim:

wobei wir uns das Brot für Wein ersparen,
um Christi Blut auch gut in uns zu wahren,


Hier hast du die Prügelei auch metrisch dargestellt:


Ja, gute Idee! Wie gesagt, mir gefällt das Sonett!

LG Claudi

Hallo Claudi,

hab tausend Dank für deine Worte und Gedanken.

Zum Glauben, das ist etwas tragisch, weil ich darüber nachgedacht habe, und anstatt zu prüfen falsch entschieden habe. Der Hinweis ist also mehr als berechtigt.
Genauso zum Blute Christi. Ich weiß nicht, warum ich beim Schreiben an dieser Formulierung festhing, denn an das weit schönere "Christi Blut", das mir die eine Silbe erspart hätte, die mir gefehlt hat, habe ich nicht gedacht.

In der zwölften Zeile ringe ich noch, besonders weil mir "gesoffen" ganz gut gefällt und der Bruch sich für mich recht organisch anfühlt. Zumindest habe ich ihn erst beim genaueren Lesen bemerkt.
Als Alternative gäbe es noch die Variante

da wird gezecht, gibts Prügel und Gedränge,

Nach der Überarbeitung sieht der Text jetzt so aus:


Im Glauben praktiziere ich ergeben
das heilige Spektakel. Aufgefahren
zum Himmel ist der Heiland. Und in Scharen
beginnen wir, in die Natur zu streben.


Dort danken wir bei Wein und Brot dem Leben,
wobei wir uns das Brot für Wein ersparen.
Wir wollen Christi Blut in uns bewahren,
wenn wir ekstatisch rituell erbeben.

Was lässt sich von nem Donnerstag erwarten?
Nun, einen gibt es – und von dem ne Menge!
Die Söhne Adams ziehn in Edens Garten, –

da wird gesoffen, gibts Prügel und Gedränge,
und das Juwel, die Krönung aller Arten,
hat vollgekotzt die Hände am Gehänge.



Ich habe mich sehr über dein Feedback gefreut!

Hallo Anaximandala
Das Wollen und das Gelingen
oder wie nutze ich einen geschenkten Feiertag
gesehen aus der Ferne

Hallo Rudolf,

ja, so ist es wohl, wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft.


Einen schönen Sonntag wünsche ich euch 😊

Viele Grüße
Delf
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Delf,

Watt sagen wir im "östlichen Ruhrgebiet oder westlichen Münsterland, watt aufs gleiche rauskommt"?

Vattatach!
Ja,kein Wunder, dass der Auferstandene bei dem Massenkomasaufen den Abflug macht. ;-)

Es wurde ja schon ausführlich besprochen und beweihräuchert. Ich schwenke mein Fässchen auch ordentlich hin und her, damit deinem Werk Ehre zuteil werde.
OK, eine kleine Nachfrage hätte ich dann doch noch;
Was lässt sich von nem Donnerstag erwarten?
Nun, einen gibt es – und von dem ne Menge!
Die Söhne Adams ziehn in Edens Garten, –
Nach der Frage, was sich erwarten ließe, heißt es: "einen gibt es..." Ich vermute, dass ich bei der Antwort auf die Frage "einen gibt es", "Grund" assoziieren soll? Also; "einen Grund gibt es"?
Möglicherweise liege ich ja damit auch völlig daneben. Aber wenn es so gemeint war, wäre es für mich sprachlich nicht ganz sauber.
Für mich schlüssiger wäre - aber nur, wenn meine Theorie nicht völlig banane ist -

Was lässt sich von nem Donnerstag erwarten?
Nun, eines gibt es – und davon ne Menge!
Die Söhne Adams ziehn in Edens Garten, –

Aber sonst; Ich bin begeistert, auch wenn du deiner Zeit mal wieder wie immer - also dieses Mal so rund 14 Tage - voraus bist. 🙂

Viele Grüße, Marvin
 
Hallo Marvin,

ich bedanke mich herzlichst, 😁😊

Zu deiner Frage, ich dachte dabei an
Nun, einen (einen Donnerstag) gibt es – und von dem (lässt sich) ne Menge (erwarten).

Aber das ist eigentlich nicht wichtig, ich habe die Strophe nämlich neu verfasst.
Mir gefiel der Bruch ins Alltägliche zwar, aber diese Richtung dann halt eben besser 😃

Ein wenig werkel ich aber vermutlich noch weiter.


Im Glauben praktizieren wir ergeben
das heilige Spektakel. Aufgefahren
zum Vater ist der Heiland. Und in Scharen
beginnen wir, in die Natur zu streben.

Dort danken wir bei Wein und Brot dem Leben,
wobei wir uns das Brot für Wein ersparen –
um Christi Blut in unsrem Leib zu wahren.
Wenn wir ekstatisch rituell erbeben,

pulsiert ein Zauber – Geist des Offenbarten
in der Melissen Klosterfrauenstrenge.
Die Söhne Adams ziehn in Edens Garten,

da wird gezecht, gibts Prügel und Gedränge,
und das Juwel, die Krönung aller Arten,
ertönt im Chor der Vomitiergesänge.



(/für Schnaps und Streit und Schmutzgesänge,
und das Juwel, die Krönung aller Arten,
hat vollgekotzt die Hände am Gehänge.)



Aber sonst; Ich bin begeistert, auch wenn du deiner Zeit mal wieder wie immer - also dieses Mal so rund 14 Tage - voraus bist. 🙂

Nicht 14 Tage voraus, 351 Tage hinterher 😄 aber auch sonst, das Vorglühen mit eingerechnet ist es ja sozusagen schon wieder vorbei 🤣

Naja, trotz dem Gedicht und meinem letzten Abschnitt ... ich mag mich täuschen.
Ich denke nicht, dass ich dieses Jahr auf Tour gehen werde.

Zumindest würde es mich wundern.
Aber wissen tut man ja auch wieder nie 😄

Danke für deinen Kommentar, Marvin!
Hat mich gefreut, von dir zu lesen.

Viele Grüße
Delf
 
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