Das Ende einer Ehe
Der Kopf dröhnt, die Gedanken schwirren
Ich höre noch die Gläser klirren:
Ein Hoch dem Brautpaar, ewig währe die Liebe
Auf dass das Glück für immer bliebe.
Doch wo ist das Glück, das unsterblich schien
So Vieles ergibt plötzlich gar keinen Sinn
Die Zweisamkeit ist zur Fessel geworden
Keine Gefühle mehr, die überborden.
Traurig das Herz und stiller die Tage
Wir sind gestrandet, nicht mehr Herr der Lage
Auseinander gelebt, vertrocknet die Tränen
Ein Alltag der Ehe mit unschönen Szenen.
Das Ende besiegelt, Hopfen und Malz verloren
Als hätten die Geister uns auserkoren
In den Abgrund zu ziehen, was längst schon tot
Die Scheidung befreit aus dieser Not.
© Herbert Kaiser