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Suchergebnisse

  1. Driekes

    Feedback jeder Art Botschaft an die schwarze Orchidee

    Ein Gedicht in der Tradition der singhalesischen Sandesha-Kāvya – das Verborgene trägt die Botschaft. Du schwarze Orchidee im Schatten, fern allem offenen Licht, du wächst, wo keiner nach dir sucht, im Atem feuchter Erde. Du kennst das Blühen ohne Zeugen, den Duft, der im Verborgnen bleibt...
  2. Driekes

    Feedback jeder Art welcome to hell

    während Styx den Stein scheuert, liegt das Boot. ein Fährmann am Bug. Die Münze kalt im Mund. langsam lernt das Holz, wie Knochen klingen. chthonisch sitzt Charon. Augen leer. ohne Rückweg zieht das Wasser. mit bitterem Kern fault selbst die Nacht. ein Hund hebt kurz den Kopf. Dann nicht mehr...
  3. Driekes

    Feedback jeder Art Der Baum

    Aus der Reihe Gedankensalat (XXX) in Form einer Prosopopöie Ich stehe lange genug, um den Irrtum der Bewegung zu kennen. Alles, was sich beeilt, verschwindet früher, als es glaubt. Blätter, Tiere, Stimmen, Sommer – sie kommen mit dem Anspruch auf Dauer und enden wenig später im Dreck. Der...
  4. Driekes

    Feedback jeder Art Kälte

    Aus der Reihe Randzonen (IV) Es war nicht kalt. Nur leer. Die Wärme zog sich zurück. Was blieb, war still ohne Nähe.
  5. Driekes

    Feedback jeder Art Nachtmarkt

    Die Form dieses Gedichts ist lose von der Rhythmik singhalesischer Kavi-Dichtung inspiriert. Im Deutschen erscheint sie hier als knappe Vierzeilenbewegung von 4–8–8–4, hörend angenähert, nicht streng nachgebildet. Dunkle Gassen Ölrauch hängt still im Lampenschein Ein Händler schenkt den süßen...
  6. Driekes

    Feedback jeder Art Körper

    Der Körper ist noch da. Schwer. Gegenwärtig. Er hält mich. Nicht aus Nähe, eher aus Gewohnheit. Ich liege in ihm wie in etwas Fremdem, das mich nicht gehen lässt. Illustration: KI-generiert (eigene Vorgabe)
  7. Driekes

    Feedback jeder Art Unter Titanenhänden

    Aus der Reihe Gedankensalat (XXIX) ein mythopoetischer Gedankensalat in freien Rhythmen Ein Hauch im Chaos, getragen über die Sonne hinaus, dorthin, wo das Licht seinen Namen verliert. Durch Räume ohne Zahl, durch Glanz und Äonen Schweigen stehen die Schatten der Toten dicht im großen Dunkel...
  8. Driekes

    Feedback jeder Art Tauzeit

    Es beginnt unspektakulär. Rostfarbiger Dunst über den Wiesen. Der Frost gibt nach – nicht aus Einsicht, nur weil die Tage weiterlaufen. Das Gras klebt an den Schuhen. Vogelrufe, als prüften sie den Tag. Zu frühe Schritte im weichen Boden. Dieses Gefühl: Es geht los, bevor man es versteht. Die...
  9. Driekes

    Feedback jeder Art Werkstattregel

    aus der Reihe „Poetische Notate“ (I), Erst wenn das Wort den Überfluss verlor, tritt aus dem Lärm ein wahrer Satz hervor. Nicht Fülle macht ein gutes Gedicht – der Satz wird klar erst dort, wo man ihn licht.
  10. Driekes

    Feedback jeder Art Weltmutter

    Für die gefallenen Kinder und ihre Mütter Mutter, dein Wort steigt nicht mehr aus deiner Kehle. Es kommt aus einem Ort hinter den Dingen, wo alle Wege zusammenlaufen: Mein Kind ist gefallen. Die Welt wird weich, als hätte sie verlernt, hart zu sein. Kein Name bleibt. Kein Land. Keine...
  11. Driekes

    Feedback jeder Art Zu schwer

    Ein mythopoetisches Gedicht in freiem Vers über das Gewicht des eigenen Lebens. In der Nacht führte mich der Weg in die Halle der Namenlosen. Anubis trat hervor. Schwarz wie der Stein der Wüste, still wie ein Urteil. Sein Blick wusste alles. Vor ihm die Waage. Eine Schale: mein Herz. Die...
  12. Driekes

    Feedback jeder Art Der Tempelteich

    Aus dem Kavi-Silumina-Zyklus "Gärten der Zeit" Teil I Hinweis zum Zyklus: Diese Gedichte sind von der klassischen singhalesischen Dichtung inspiriert (Kavi-Silumina, 13. Jh.), Anders als meine Sandesha-Gedichte stehen hier nicht Boten im Mittelpunkt, sondern Landschaften, Orte und Bilder, die...
  13. Driekes

    Feedback jeder Art Der Augenblick

    Ein Moment, in dem Licht sich sammelt, als wolle es, für einen Herzschlag, Welt sein – und im selben Zug zerfällt, wie etwas, das nie Besitz sein wollte. Nicht Kreis, nicht Rückkehr – nur eine Spur im Offenen, die weiterzieht. Alles bewegt sich, alles löst sich, und bleibt doch – im ständigen...
  14. Driekes

    Feedback jeder Art Botschaft an den Lotus

    Ein Gedicht in der Tradition der singhalesischen Sandesha-Kāvya – der Lotus trägt die Botschaft durch Wasser und Licht. Lotus im stillen Teich, der jeden Morgen neu sich hebt, trag meine Wünsche über Spiegel, wo Blatt und Sonne leise stehn. Du kennst das Schweben ohne Eile, den Duft, der nur...
  15. Driekes

    Feedback jeder Art Zwischen Rabatt und Alarm

    Ein kleiner Epigramm-Zyklus über Gewöhnung, Sprache und die Verwaltung der Scham. Aus der Werkstatt eines Gedankens, der sich nicht mit einem Zweizeiler zufriedengeben wollte. I. Nicken Zwischen Rabatt und Alarm lernt der Mensch das Nicken in Serien; blinkt ihm die Scham, wischt er sie weg —...
  16. Driekes

    Feedback jeder Art Abbruch

    Aus der Serie Randzonen (II) Es trug nicht. Das einst so Vertraute hätte mich nicht gehalten. Etwas in mir drängte – leise, unaufhaltsam. Bis zur dünnen Linie, wo Tod und Sehnsucht sich berühren. Illustration: KI-generiert (eigene Vorgabe)
  17. Driekes

    Feedback jeder Art sturz

    Aus der Serie Gedankensalat (XXVIII) ich, der bei sternen schlief und das haar des raums trug wie ein silbernes geweih der den staub der planeten über die milchstraße blies und im mond saß fahrend durch das bodenlose blau der sommernächte ich bin leer ausgeraubt meine schiffe verbrannt meine...
  18. Driekes

    Feedback jeder Art Der Winter geht

    Aus der Serie Gedankensalat (XXVII) der winter geht nicht abrupt sondern wie jemand der leise die tür schließt zurück bleibt ein nachhall kalt und schon vergehend schnee zerfällt unter den eigenen farben wird weich wird dunkel rutscht in schweren tönen von den dächern die luft die uns...
  19. Driekes

    Feedback jeder Art Schlafrand

    Aus de Serie Randzonen (I) In diesem kleinen Zimmer finde ich manchmal Ruhe. Draußen zählt für mich längst nichts mehr; ich treibe, in Krieg und Frieden versunken, hinüber in meine aschigen Träume. Illustration: KI-generiert (eigene Vorgabe)
  20. Driekes

    Feedback jeder Art Botschaft an die Buddha-Statue

    Ein Gedicht in der Tradition der singhalesischen Sandesha-kāvya – der Stein bewahrt, was Worte nicht halten. Du stille Statue im Tempel, die Tag und Nacht im Frieden sitzt, du siehst die Schritte, siehst das Zögern, und bleibst doch ohne Urteil hier. Du kennst die Bitten ohne Worte, die Hände...
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