Abendgebet
Winterabend, senk dich nieder,
bedeck mein stilles Tal mit Schnee.
Hilf mir schließen meine Augenlider.
Offenhalten wird für sie zur Qual.
Bilder einer Welt im Chaos anzuschauen
von Kriegen, Massenelend, Krankheit,
Hungersnot und Tod - ein Grauen!
Gewaltsam wollen sie in meine Seele dringen,
Drum bitt ich einen Engel,
notfalls mit Flammenschwert,
die Verursacher, jene Räubermeute,
die süchtig nach Macht, Profit und Beute,
endgültig in der Welt nieder zu zwingen.
Viele, die zeitlebens sich für Wahrhaftigkeit
gekämpft, sind müde, möchten nur noch
schlafen, schlafen…,
doch selbst im Schlaf halten sie
Augen und Ohren offen, weil sie hoffen,
ihre Stunde werde wieder kommen.
(„Carolus“ in „poeten.de“ 08.01.2026)
Winterabend, senk dich nieder,
bedeck mein stilles Tal mit Schnee.
Hilf mir schließen meine Augenlider.
Offenhalten wird für sie zur Qual.
Bilder einer Welt im Chaos anzuschauen
von Kriegen, Massenelend, Krankheit,
Hungersnot und Tod - ein Grauen!
Gewaltsam wollen sie in meine Seele dringen,
Drum bitt ich einen Engel,
notfalls mit Flammenschwert,
die Verursacher, jene Räubermeute,
die süchtig nach Macht, Profit und Beute,
endgültig in der Welt nieder zu zwingen.
Viele, die zeitlebens sich für Wahrhaftigkeit
gekämpft, sind müde, möchten nur noch
schlafen, schlafen…,
doch selbst im Schlaf halten sie
Augen und Ohren offen, weil sie hoffen,
ihre Stunde werde wieder kommen.
(„Carolus“ in „poeten.de“ 08.01.2026)