Auch wenn ich sagte, ich besaß nichts,
wohnte Wahrhaftigkeit in meinem Innern.
Was da war, kam aus mir selbst,
und so blieb ich stehen, bis an den Rand der Zeit.
Die Welt ist ein Anstieg.
Ich stieg und fiel,
immer wieder.
Doch mein Gehen war das meine.
Und ich sprach:
Wenn ich gehe, gehe ich als Gedicht.
Wein und Liebe,
beides Last.
Sie kamen,
legten sich auf meine Schultern
und gingen weiter.
Ich aber lächelte.
Ich zahlte, was das Leben verlangte.
Bald werde ich gewesen sein.
Vielleicht bleibt ein Name,
vielleicht nur ein Vers,
eine einzige Zeile im Atem der Zeit.
Keine Klage.
Mögen die guten Spuren bleiben.
Ich sah einen Traum,
türkisfarben.
Er wurde Wort
und löste sich.
Und der Tod,
dieser kühle Vertraute,
wird kommen
und mich behutsam nehmen.
Dann fallen die Gewichte.
Vielleicht Frieden.
Vielleicht Leere.
Ich blicke zurück
und staune:
Wie viel Leben war da.
„Sieh“, sage ich,
„mehr war es nicht.“
Ich sammle mein Herz,
halte es still.
Im Spiegel:
keine Fremdheit mehr.
Hass und Liebe
beides menschlich.
Nun bin ich frei.
Ich lege mich
in den großen Traum,
in den schlaflosen Schlaf der Ewigkeit...