(aus Filous Tagebuch)
Schon Stunden vorher dieses Bangen:
Gelingt es wohl, ihn einzufangen?
Ich weiß: Wird er den Korb entdecken,
will er sich überall verstecken.
Es hat ihn unter's Bett getrieben,
ich muss den kleinen Schrank verschieben,
dann auch noch die Kommode stemmen,
um seinen Fluchtweg einzudämmen.
Hab' ich ihn endlich doch gefangen,
gilt es, zum Auto zu gelangen,
sein Heulen dringt durch Gitterstäbe,
als ob's für ihn kein Morgen gäbe.
Um diese Fahrt zu überstehen,
kann ich nur noch zum Himmel flehen,
und in der Praxis angekommen,
sind wir schon beide ganz benommen.
Ich brauch' den Namen nicht zu nennen,
weil sie uns am Geheul erkennen.
Frau Doktor ist 'ne ganz, ganz nette,
doch klebt er an mir wie die Klette.
Daheim bleibt er, das ist mir klar,
den Rest des Tages unsichtbar.
2013
Schon Stunden vorher dieses Bangen:
Gelingt es wohl, ihn einzufangen?
Ich weiß: Wird er den Korb entdecken,
will er sich überall verstecken.
Es hat ihn unter's Bett getrieben,
ich muss den kleinen Schrank verschieben,
dann auch noch die Kommode stemmen,
um seinen Fluchtweg einzudämmen.
Hab' ich ihn endlich doch gefangen,
gilt es, zum Auto zu gelangen,
sein Heulen dringt durch Gitterstäbe,
als ob's für ihn kein Morgen gäbe.
Um diese Fahrt zu überstehen,
kann ich nur noch zum Himmel flehen,
und in der Praxis angekommen,
sind wir schon beide ganz benommen.
Ich brauch' den Namen nicht zu nennen,
weil sie uns am Geheul erkennen.
Frau Doktor ist 'ne ganz, ganz nette,
doch klebt er an mir wie die Klette.
Daheim bleibt er, das ist mir klar,
den Rest des Tages unsichtbar.
2013
Zuletzt bearbeitet: