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Feedback jeder Art Asche im Mund

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Asche im Mund

Ich trage dich in meinen Armen
wie etwas Heiliges —
und mich selbst
wie etwas,
das man verstecken sollte.

Du sprichst meinen Namen,
als wäre er ein Lied.
In meinem Mund
schmeckt er nach Asche.

Ich habe zu viel verloren,
zu oft zugesehen,
wie Dinge verschwinden,
die ich festhalten wollte.
Seitdem glaube ich,
dass meine Hände
Unglück bringen.

Wenn du mich ansiehst,
blüht etwas in deinen Augen.
Wenn ich mich ansehe,
sehe ich nur Erde
auf einem Grab,
dessen Namen ich nicht mehr lesen kann.

Du sagst, ich sei dein Zuhause.
Aber ich bin ein Haus
mit kalten Fluren
und verschlossenen Türen,
hinter denen es
nachts schreit.

Ich liege neben dir
und zähle im Dunkeln
all die Gründe,
warum du eines Tages
aufwachen wirst
und begreifen,
dass Liebe mehr sein sollte
als das Retten von Ruinen.

Du verdienst Licht,
das dich nicht verschluckt.
Eine Seele,
die nicht ständig
am Rand des Verschwindens steht.

Und ich?
Ich bin das Flackern,
kurz bevor die Kerze erlischt —
schön vielleicht,
aber nur,
weil das Ende
so nah ist.
 
Hey piaaa.I

Schöner Sog, Tiefenwirkung, paar Sachen, die gleich in Erinnerung bleiben [... dass meine Hände Unglück bringen], in erster Linie in den Passagen, wo du sie/ihn und dich selbst direkt gegenüberstellst, praktisch Auge in Auge.

Das geht - für mich - ein Stück verloren in den zwei letzten Versen, ... in denen es "solo" erst um sie/ihn, dann final um dich allein geht. Ganz offen: Ich hätte komplett auf die beiden verzichtet.

Lunchbreakinterpretation. Aber in Summe: sehr lesenswert, Danke dafür. LG T.
 
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