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Feedback jeder Art Bahnhofsviertel

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Siehst du den Mann vor der Spielothek steh’n,
mit zitternden Händen, kaum fähig zu geh’n?
Ein Becher voll Kaffee, der wärmt nur die Haut,
sein Mantel ist müde, der Kälte vertraut.
Die Schuhe erzählen von Jahren im Dreck,
die Zeit ist verschwunden, der Tag bleibt ihm weg.
Und du willst mir sagen, du seist schon am Ende,
weil Arbeit dich drückt und der Alltag dich blende?
Komm mit mir ein Stück von den Türmen zurück –
ich zeig dir am Rand, wie zerbrechlich ist Glück.

Siehst du die Frau an der Taunusallee,
ihr Blick starr und fern wie ein eisiger See?
Zu jung für die Härte, zu alt für ein Ziel,
der Lippenstift hält, doch er lügt für ein falsches Spiel.
Sie erwartet nicht Kunden, nicht Nähe, nicht Geld,
nur die Wärme, die kurz sie im Schutzzelt erhält.
Und du willst mir sagen, du wärst ganz allein,
kein Mensch würde bleiben, kein Wort wäre dein?
Komm mit mir dorthin, wo man Nähe verkauft –
ich zeig dir, was es kostet, was Liebe hier taugt.

Siehst du die Schatten am U-Bahn-Eingang,
ihre Schritte ohne Richtung, ihr Atem so lang?
Die Nadeln wie Uhren, sie ticken nicht mehr –
kein Morgen, kein Gestern, nur bleich und leer.
Zeit ist kein Maß mehr, kein Trost und kein Ziel,
nur Stille im Rausch oder Zittern, kein Gefühl.
Und du willst mir sagen, dein Leben steht still,
weil nichts sich verändert, nichts werden will?
Komm mit mir hinab unter Brücken aus Stein –
ich zeig dir die angebliche Freiheit am Main.

Ein paar Straßen weiter glänzt Glas und Beton,
doch hier spiegelt nichts mehr, nicht Traum, nicht Lohn.
Nur Gesichter, die niemand beim Namen mehr nennt
und Wege, die keiner vom Sehen kennt.
Wenn du also klagst über Tage aus Leere,
über die Lasten, über die untragbare Schwere:
Denk an die Straßen am Bahnhof bei Nacht –
sie tragen das Gewicht und niemals die Pracht.
 
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