Der Mond als stiller Zeuge und Halter. Mond, du stiller Wanderer oben,
der über Dächer langsam zieht, du kennst die Nächte ohne Schlaf,
wenn alles in Bewegung bleibt.
Botschaft an den Mond
Du siehst den Atem flackernd gehn,
die Gedanken ohne festen Ort,
die Wege, die sich ständig lösen,
noch ehe einer Halt verspricht.
Du weißt auch um die innre Glut,
die scharf im Tag verborgen brennt,
um Worte, die zu heiß gewesen
und sich im Schweigen festgefressen.
Dann legst du Licht auf Stirn und Hände,
machst langsamer, was eilte eben,
sammelst, was sich verloren hat,
und hältst es einen Augenblick.
Wenn sie zu dir hinauf noch blickt,
müd von dem, was sie nicht ordnen kann,
so gib ihr nicht die Antwort gleich –
nur dieses leise Gleichgewicht:
Von Atem.
Von Maß.
Vom Ruhen im Licht.
Coda:
Vielleicht kommt nichts an.
Vielleicht alles.
Und vielleicht reicht es, dass die Worte gegangen sind.
der über Dächer langsam zieht, du kennst die Nächte ohne Schlaf,
wenn alles in Bewegung bleibt.
Botschaft an den Mond
Du siehst den Atem flackernd gehn,
die Gedanken ohne festen Ort,
die Wege, die sich ständig lösen,
noch ehe einer Halt verspricht.
Du weißt auch um die innre Glut,
die scharf im Tag verborgen brennt,
um Worte, die zu heiß gewesen
und sich im Schweigen festgefressen.
Dann legst du Licht auf Stirn und Hände,
machst langsamer, was eilte eben,
sammelst, was sich verloren hat,
und hältst es einen Augenblick.
Wenn sie zu dir hinauf noch blickt,
müd von dem, was sie nicht ordnen kann,
so gib ihr nicht die Antwort gleich –
nur dieses leise Gleichgewicht:
Von Atem.
Von Maß.
Vom Ruhen im Licht.
Coda:
Vielleicht kommt nichts an.
Vielleicht alles.
Und vielleicht reicht es, dass die Worte gegangen sind.