Nach sechzig weißt du:
fallende Blätter
schaffen Ordnung.
Ich falle erst
im Wintersturm.
Mich überkommt jetzt schon
die Sehnsucht nach später –
wenn die Unruhe
mich nicht mehr treibt
und ich wohne
am breiten Fluss.
Gut:
Tage treiben lassen,
rudern,
die Ufer lesen,
vom Wetter gegerbt,
und spüren,
wie unser Leben
den Takt des Wassers annimmt.
Dann brennt die Glut nicht mehr
in schnellen Ausbrüchen
von Lachen und Weinen,
sondern als stilles Feuer,
tief im Holz.
Wandernd durch weites Land
werden wir ruhiger.
Stärker.
Wir gehören dem Wetter.
Und dann?
Dann sitzen wir nachts am Feuer.
Ich lese dir vor
aus einem Buch,
das ich noch schreiben werde.
Kennst du die verborgenen Wege?
Das Ruder greift noch.
Lass deinen Humor.
Deine Glut.
Deine schnelle Zunge.
Verlier sie nicht.
Und besuche mich
bevor ich still werde.
fallende Blätter
schaffen Ordnung.
Ich falle erst
im Wintersturm.
Mich überkommt jetzt schon
die Sehnsucht nach später –
wenn die Unruhe
mich nicht mehr treibt
und ich wohne
am breiten Fluss.
Gut:
Tage treiben lassen,
rudern,
die Ufer lesen,
vom Wetter gegerbt,
und spüren,
wie unser Leben
den Takt des Wassers annimmt.
Dann brennt die Glut nicht mehr
in schnellen Ausbrüchen
von Lachen und Weinen,
sondern als stilles Feuer,
tief im Holz.
Wandernd durch weites Land
werden wir ruhiger.
Stärker.
Wir gehören dem Wetter.
Und dann?
Dann sitzen wir nachts am Feuer.
Ich lese dir vor
aus einem Buch,
das ich noch schreiben werde.
Kennst du die verborgenen Wege?
Das Ruder greift noch.
Lass deinen Humor.
Deine Glut.
Deine schnelle Zunge.
Verlier sie nicht.
Und besuche mich
bevor ich still werde.