Hat mich Hugo Balls
Dada-Manifest inspiriert.
Dada-Manifest inspiriert.
Dada oder Gaga
Dada ist ganz einfach,
regenbogenfarbreich,
schwebt in Seifenblasen,
ist sublim ungezwungen,
übermütig vergnügt
Wie erlangt man verbale Seligkeit?
Indem man sagt: „Mehr Dada!“
Wie wird man prominent?
Indem man sagt: „Gaga",
in dekorierter Pose
anstandsloser Wahnwitz.
Wer einen Dada erlesen will,
sucht nach extravagantem Duft
in den Windblößen der Welt.
Ein Bücherwurm kann
in seiner Bibliothek
Gedärme lesen.
Wer Dada nicht versteht
lärmt bloß Gaga
Ein Dichter möchte kein Imitat,
denn eigenes Gedicht sei echt.
Liegt Leichnam im Untergeschoss,
wird er kaum transparenter.
Nicht zu vergessen,
dass oft um nackte
Punkte gedichtet werden.
Man muss sich nicht jeden
Unrat, Schmutz, Unflat
von der Sprache abtun
Wenn wir Lügen festgestellt haben,
muss nicht jeden Unsinn festhalten,
Dada oder Gaga, keine Frage!
Gaga ist digital dumm, glasklar.
Dada ist das Herz der Worte.
Magie von Zufall und tieferem Sinn.
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