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Nur Kommentar Das Gewicht der Stille

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IV / IV
Das Gewicht der Stille
φ Die Gesetze der inneren Resonanz



Wenn der Lärm die Sinne trübt,
und das Licht dir in den Augen brennt,
wenn dein Herz sich in Verzweiflung übt,
und dein Kopf kein Oben von Unten erkennt.



Schau dorthin, wo die Stimme leise wimmert,
wo die Knie am stärksten zittern.
Dort, wo das Licht nur noch glimmt,
hinter kalten, grauen Gittern.



Stell dich zu denen, die wenig haben,
reich die Hand dem schwächsten Glied.
Unter all den lauten, hohlen Gaben,
ist das der Anker, der dich zieht.



Denn dort, wo du nun bei ihnen stehst,
und dein Herz als Last verstehst,
bist du das Gewicht, das die Waage hält,
bis die Welt sich ins Lote stellt.

 
Hallo Zappelschnaps,

Deine Gedanken finde ich sehr schön & wahr.
Die Welt kommt so, wie sie aktuell gesteuert wird, nicht mehr ins Lot.
Und, jedeR Einzelne kann etwas dazu beitragen in der Art und Weise, wie Du es beschreibst.

"Lote" für das Lot habe ich so noch nie gehört und das irritiert mich an Deinem Gedicht.

VG Danu
 
Danke Danu für dein wertvolles Feedback!

Ich verstehe, dass das Wort 'Lote' im ersten Moment irritiert, da man heute meist nur noch die starre Form 'ins Lot' kennt.

Für mich war diese Form jedoch eine bewusste Entscheidung. Zum einen gibt das zusätzliche 'e' der Zeile einen weicheren, schwingenden Ausklang. Zum anderen wollte ich den Bezug zum Verb 'loten' (das aktive Ausmessen und Senkrechtstellen) herstellen. Es beschreibt für mich eher einen lebendigen Prozess als einen fertigen Zustand – eben dass die Welt sich aktiv wieder ausrichtet.

In der Lyrik nehme ich mir diese Freiheit, um den Rhythmus und die tiefere Bedeutung so zu formen, wie ich sie fühle.
 
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