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Nur Kommentar Das Pfand der Freiheit

Der/die Autor/in wünscht sich Rückmeldungen zum Inhalt des Textes und möchte keine Textkritik.
  • Zappelschnaps
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II / IV
Das Pfand der Freiheit
φ Die Gesetze der inneren Resonanz


Man ruft nach Freiheit, laut und ungestüm,
Doch meint oft nur das eigne Heiligtum.
Was ist das wert, das man als „frei“ deklariert,
Wenn es durch fremdes Leid erst existiert?


Darf einer opfern, was ihm nicht gehört?
Ein Recht, das durch den Zwang den Sinn zerstört?
Wer mir Freiheit schenkt, die ich gar nicht begehr’,
Macht mir das Herz und nicht die Fesseln leer.


Der Geist jedoch braucht niemals ein Gebot,
Er kennt kein Sklaventum und keine Not.
Er kann in Stille auf die Stunde schauen,
Und auf die Kraft der eignen Rückkehr bauen.


Die wahre Freiheit braucht kein fremdes Blut,
Sie wartet still, in sich ruht ihre Glut.
Denn wer den Geist als freien Raum erkennt,
Trägt keine Kette, die ihn wirklich hemmt.

 
Moin @Zappelschnaps,

spannender, gedanklich klar gebauter Text.
Mir gefällt besonders, dass du „Freiheit“ nicht nur behauptest,
sondern an Verantwortung und fremdem Leid prüfst.

Stark sind für mich vor allem die Fragen in den ersten beiden Strophen –
sie geben dem Gedicht Schärfe. Ab der dritten Strophe wird es dann ruhiger
und innerlicher; dieser Übergang zur geistigen Freiheit gelingt dir gut.

Ein reflektierter Text mit klarer Haltung.

Wahre Freiheit erkennt man daran, dass sie keinen Preis von anderen verlangt.

LG Driekes
 
Danke @Driekes ,

Besonders dein Punkt zur 'Schärfe' am Anfang freut mich. Mir war wichtig, erst einmal mit der Illusion aufzuräumen, dass Freiheit im Außen ohne Rücksichtnahme existieren kann, bevor ich zum eigentlichen Kern – dem freien Geist – komme. Schön, dass dieser gedankliche Bogen bei dir ankam.

Beste Grüße Thomas
 
  • Zappelschnaps
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