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Feedback jeder Art Dearomatherapiert

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Da saß ich nun, am grünen Rasen,
um mich rum sechs Osterhasen.
Ich fühle mich wie zugedeckt.
Die Hoppler meinten ungeschreckt:
"Wir haben einiges versteckt,
wonach ihr euch die Finger leckt.
In den schönen Frühlingszeiten
macht es Osterhasen Spaß
uns're Freude zu verbreiten."
Dann lachten sie und hüpften fort,
vermutlich zu 'nem andern Ort.

Ich halte das für eine Farce.
Jetzt such ich da im hohen Gras
und finde aber leider nichts.
Doch mein Hund Graf Stinkowitz
mit seiner langen Hundenase
ist in einer Schnupperphase,
riecht zuerst an Bruder Fritz,
weil der bei unsrer Katze sitzt.
Doch auf einmal schreit Fritz: "Nein!",
denn die Katze biss in sein
Schinken-Käsebrötchen rein.

"Mit Katzen lässt sich nicht gut teilen.",
denkt der Graf und statt zu weilen,
folgt er dieser neuen Spur
kakaohaltiger Fettglasur,
frisst schnell all die Süßigkeiten,
um die sich Fritz und ich grad streiten,
samt Verpackung und dem Gras,
in dem die Schokolade saß,
rülpst nochmal und dreht sich um,
wedelt freundlich, aber dumm.
Doch Fritz und ich, wir werden bleich
und wir erinnern uns zugleich
an das Geschehen vom letzten Jahr,
das rückblickend recht ähnlich war.

Wenn nicht tut gut, was der Graf aß,
und Schoko ist kein Hundefraß,
so äußert sich dann ebendas
indem sein Darm es raffiniert,
es dearomatherapiert
und schlussendlich diffundiert,
was olfaktorisch qualvoll wird.

Wir flüchten vor den letzten Versen,
uns're Katze auf den Fersen,
von der Wiese in den Wald
und finden sechs Gestalten bald.
Die halten sich vor Lachen fest
über einem Osternest.
"Der Graf, der Graf!
Dieser Schlawiner
ist Hasenhumoroberliga!",
keucht ein Langohr außer Atem,
während wir drei wütend warten.
"Danke für die tolle Show.
Genauso gut wie letztes Jahr.
Ja besser noch, denn mir wird klar,
die Katze ist mit hergekommen."
Die Hasen prusten unbeklommen.

"Nun zieht doch keine langen Mienen.
Auch ihr sollt euch hier was verdienen.
Schau, das Nest da ist für dich."
Er zeigt auf Fritz und der freut sich.
"Und da hinten, da am Baum,
dort musst du etwas höher schauen,
ja, das kannst du alles haben."
Fröhlich ess ich meine Gaben.
"Und selbst du, du Katzentier,
bleibst nicht ohne Beute hier.
In dem Busch dort bei den Fliegen
findest du ein Sandwich liegen."

Damit machen sie sich auf
und hüpfen einfach von hier weg,
wahrscheinlich zu 'nem andern Fleck.
Wir sitzen da und schmatzen laut,
als plötzlich mich ein Hund anschaut.
Ich erschrecke und vergesse,
nicht zu atmen durch die Nase.
Mein Gesicht erstrahlt vor Blässe
als die üblen Schwefelgase
mein Bewusstsein trüben lassen.
Ich will noch nach der Schoko fassen,
doch wirkt die nun warm und weich,
wie ein Bett im Schlafbereich.

Ich wache auf und bin verwirrt.
War alles etwa nur ein Traum?
In einem bin ich unbeirrt.
Es liegt ein Hund mit mir im Raum.

23.3.26
 
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