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Feedback jeder Art Der Blunzenkaiser von Amstetten

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Der Blunzenkaiser von Amstetten
war vernarrt in alle Wetten.
Die Wettbüros hatten ihn gern,
den dauerfetten werten Herrn,
weil er viel setzte und verlor.
Das Glück kam nie, um ihn zu retten.

Eines Tages, just bevor
er vergab sein letztes Hemd,
packte ihn die Einsicht grob
und schüttelte ihn vehement.

"Du Unglücksrabe, Elektron!
Du Negativpanoptikon!
Siehst du nicht, oh Glückes Gegner,
dass nicht Gewinn dir steht zur Wahle?
Du kreisest in dem Orbitale
um des Wesens Kern herum.
Doch sind Protonenpudel dumm.
Drum lass dich für dein Pech bezahlen!
Mach es doch zu and'rer Qualen.
Verdien' dir so ein gold'nes Näschen
und trinke Wein mit Blubberbläschen.
Wer weiß, worauf du alles setzt,
und deine Chancen richtig schätzt,
der nimmt dem Zufall seine Kraft,
und das ist, was dir Geld verschafft."

Wie gesagt, so auch getan.
Wer legt sich auch mit Einsicht an,
außer manchen Philosophen
wie Kant, Descartes und and'ren Doofen.
Sein Pech war so transzendental,
dass diese hätten keine Wahl,
als ihr Werk zu kritisieren,
den Pudel schnurstracks zu kastrieren,
nicht zu wissen, was sie wissen,
am Zweifel selbst zweifeln zu müssen.
und letztlich einen heben gehen,
dem Kaiser seine Zeche zahlen,
und, worüber es auch geht,
kategorisch nicht zu tun,
was er imperativ dir rät.

"Er spielt, also gewinne ich.",
dächte Descartes wohl innerlich.
Und Kant, der wäre bald besoffen,
wüsste zwar, was er dürft' hoffen.
doch was der Mensch nun wirklich sei
flög' im Rausch an ihm vorbei.

Auch wenn die Einsicht Aussicht bringt,
und Pech Philosophie negiert,
Descartes und Kant zum Trinken zwingt,
wär die Passage nie passiert,
denn beide war'n nie im Amstetten
und lediglich bei Klostermetten.

Die Amstettner Wettbetriebe
verloren bald schon ihre Liebe
zu dem fetten Dauerkunden,
der nun mit Gefolgschaft kam.
Er verlor zwar alle Runden
und war gewinnstrategisch lahm,
doch den ander'n miesen Hunden
gelangen Hauptgewinne flott.
Die Wettbüros gingen bankrott
und der Kaiser ging hausieren.
Er ließ sich gerne finanzieren.

Er bewegte unbewegt
die Laplace'sche Renaissance,
sodass das Glück dort Früchte trägt,
wo er meinte: "Keine Chance!"
Und willst auch du hier profitieren,
vergiss nicht, Sekt ihm zu spendieren.

1.2.26
 
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