Der Tag, an dem du der Hölle ins Auge siehst
von Sam de Wenah
Ein Moment.
Und der Himmel reißt auf.
Kein Vorzeichen.
Kein Schutz.
Nur ein Riss im Gewohnten –
und du stehst nackt vor dir selbst.
Es ist kein Lärm, der dich verändert.
Es ist die Wahrheit.
Unbestechlich.
Gnadenlos.
Apokalyptisch.
Er trifft dich wie Donner in der Brust.
Er zerfetzt dir die Illusion.
Er sprent das, was du Sicherheit genannt hast.
Er reißt dir den Boden unter den Füßen weg –
nicht langsam,
nicht gnädig.
Und plötzlich fällst du.
Ohne Netz.
Ohne Gewissheit.
Und in diesem freien Fall
gibt es nur eine Frage:
Zerschellst du –
oder merkst du,
dass du Flügel hast?
Dann stirbt etwas in dir.
Ein Traum.
Ein Mensch.
Eine Hoffnung.
Ein altes Selbst, das zu eng geworden ist.
Und es fühlt sich an wie Tod.
Schwarz.
Endgültig.
Atemlos.
Tränen brennen wie Salz in offenen Wunden.
Sie fallen schwer.
Sie fallen wahr.
Sie fallen, weil dein Herz nicht lügen kann.
Wer in solchen Momenten fühlt,
steht im Sturm.
Ohne Rüstung.
Ohne Maske.
Ohne Ausrede.
Und genau dort –
im Beben,
im Zusammenbruch,
im Schrei, den niemand hört –
geschieht das Unfassbare.
Du zerbrichst nicht.
Etwas stirbt.
Aber du nicht.
Du gehst durch dein eigenes Dunkel
wie durch ein Grab.
Kalt.
Eng.
Modrig.
Und dann –
irgendwann –
ein erster Atemzug.
Nicht derselbe wie zuvor.
Tiefer.
Wilder.
Wahrer.
Auferstehung ist kein Mythos.
Sie geschieht im Innersten.
Immer dann,
wenn du nicht mehr kannst
und trotzdem weitergehst.
Funktionieren ist Überleben.
Aber Fühlen ist Wiedergeburt.
Es kostet dich alles.
Deine Fassade.
Deine Gewissheiten.
Deine falsche Stärke.
Doch was bleibt,
ist unantastbar.
ist heilig.
ist göttlich.
Diese Augenblicke sind Schwellen.
Zwischen alten Versionen und Leben.
Zwischen Angst und Wahrheit.
Zwischen Tod und dem,
was wirklich in dir lebt.
Wenn der Donner dich trifft,
wenn du glaubst, es ist vorbei –
hör genau hin.
Vielleicht ist es nicht das Ende.
Vielleicht ist es der Ruf,
endlich ganz zu werden.
Nicht alles, was stirbt,
ist Verlust.
Manches stirbt,
damit du auferstehst.
von Sam de Wenah
Ein Moment.
Und der Himmel reißt auf.
Kein Vorzeichen.
Kein Schutz.
Nur ein Riss im Gewohnten –
und du stehst nackt vor dir selbst.
Es ist kein Lärm, der dich verändert.
Es ist die Wahrheit.
Unbestechlich.
Gnadenlos.
Apokalyptisch.
Er trifft dich wie Donner in der Brust.
Er zerfetzt dir die Illusion.
Er sprent das, was du Sicherheit genannt hast.
Er reißt dir den Boden unter den Füßen weg –
nicht langsam,
nicht gnädig.
Und plötzlich fällst du.
Ohne Netz.
Ohne Gewissheit.
Und in diesem freien Fall
gibt es nur eine Frage:
Zerschellst du –
oder merkst du,
dass du Flügel hast?
Dann stirbt etwas in dir.
Ein Traum.
Ein Mensch.
Eine Hoffnung.
Ein altes Selbst, das zu eng geworden ist.
Und es fühlt sich an wie Tod.
Schwarz.
Endgültig.
Atemlos.
Tränen brennen wie Salz in offenen Wunden.
Sie fallen schwer.
Sie fallen wahr.
Sie fallen, weil dein Herz nicht lügen kann.
Wer in solchen Momenten fühlt,
steht im Sturm.
Ohne Rüstung.
Ohne Maske.
Ohne Ausrede.
Und genau dort –
im Beben,
im Zusammenbruch,
im Schrei, den niemand hört –
geschieht das Unfassbare.
Du zerbrichst nicht.
Etwas stirbt.
Aber du nicht.
Du gehst durch dein eigenes Dunkel
wie durch ein Grab.
Kalt.
Eng.
Modrig.
Und dann –
irgendwann –
ein erster Atemzug.
Nicht derselbe wie zuvor.
Tiefer.
Wilder.
Wahrer.
Auferstehung ist kein Mythos.
Sie geschieht im Innersten.
Immer dann,
wenn du nicht mehr kannst
und trotzdem weitergehst.
Funktionieren ist Überleben.
Aber Fühlen ist Wiedergeburt.
Es kostet dich alles.
Deine Fassade.
Deine Gewissheiten.
Deine falsche Stärke.
Doch was bleibt,
ist unantastbar.
ist heilig.
ist göttlich.
Diese Augenblicke sind Schwellen.
Zwischen alten Versionen und Leben.
Zwischen Angst und Wahrheit.
Zwischen Tod und dem,
was wirklich in dir lebt.
Wenn der Donner dich trifft,
wenn du glaubst, es ist vorbei –
hör genau hin.
Vielleicht ist es nicht das Ende.
Vielleicht ist es der Ruf,
endlich ganz zu werden.
Nicht alles, was stirbt,
ist Verlust.
Manches stirbt,
damit du auferstehst.
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