Aus dem Kavi-Silumina-Zyklus "Gärten der Zeit" Teil I
Hinweis zum Zyklus:
Diese Gedichte sind von der klassischen singhalesischen Dichtung inspiriert (Kavi-Silumina, 13. Jh.),
Anders als meine Sandesha-Gedichte stehen hier nicht Boten im Mittelpunkt,
sondern Landschaften, Orte und Bilder, die eine größere Welt öffnen.
Es sind keine Übersetzungen, sondern freie Annäherungen an diese alte poetische Form.
Im Nachklang der singhalesischen Kavi-Silumina-Tradition:
Gedichte über Orte, in denen die Zeit still weiteratmet.
Der Titel Kavi-Silumina bedeutet ungefähr:
„Krone der Gedichte“ oder
„Zierde der Poesie“
Der Tempelteich
(im Klang einer klassischen Sinhala Hofdichtung)
Als die Morgenröte
mit goldenen Fingern
die Schleier der Nacht
vom Himmel löste,
lag der Tempelteich still
wie ein Spiegel der Zeit.
Ein Lotus öffnete langsam
sein schweigendes Herz,
und der Wind trug
seinen Duft
durch die Palmenhaine.
Auf den alten Steinstufen
ruhten die Spuren der Pilger,
die seit Jahrhunderten
hierhergekommen waren
mit Bitten, Hoffnungen
und müden Gedanken.
Doch an diesem Morgen
war alles leicht.
Ein Vogel rief
über dem Wasser,
und sein Lied
wanderte durch den Garten
wie eine Erinnerung.
Da verstand ich:
Die Welt
braucht keine großen Worte.
Ein Lotus im Licht,
ein Atem des Windes,
und ein stiller Teich
genügen,
um das Herz
an die Ruhe des Himmels
zu erinnern.
Hinweis zum Zyklus:
Diese Gedichte sind von der klassischen singhalesischen Dichtung inspiriert (Kavi-Silumina, 13. Jh.),
Anders als meine Sandesha-Gedichte stehen hier nicht Boten im Mittelpunkt,
sondern Landschaften, Orte und Bilder, die eine größere Welt öffnen.
Es sind keine Übersetzungen, sondern freie Annäherungen an diese alte poetische Form.
Im Nachklang der singhalesischen Kavi-Silumina-Tradition:
Gedichte über Orte, in denen die Zeit still weiteratmet.
Der Titel Kavi-Silumina bedeutet ungefähr:
„Krone der Gedichte“ oder
„Zierde der Poesie“
Der Tempelteich
(im Klang einer klassischen Sinhala Hofdichtung)
Als die Morgenröte
mit goldenen Fingern
die Schleier der Nacht
vom Himmel löste,
lag der Tempelteich still
wie ein Spiegel der Zeit.
Ein Lotus öffnete langsam
sein schweigendes Herz,
und der Wind trug
seinen Duft
durch die Palmenhaine.
Auf den alten Steinstufen
ruhten die Spuren der Pilger,
die seit Jahrhunderten
hierhergekommen waren
mit Bitten, Hoffnungen
und müden Gedanken.
Doch an diesem Morgen
war alles leicht.
Ein Vogel rief
über dem Wasser,
und sein Lied
wanderte durch den Garten
wie eine Erinnerung.
Da verstand ich:
Die Welt
braucht keine großen Worte.
Ein Lotus im Licht,
ein Atem des Windes,
und ein stiller Teich
genügen,
um das Herz
an die Ruhe des Himmels
zu erinnern.