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Feedback jeder Art Der Teufel

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  • Andreas Wolfgang Vögele
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Der Teufel ist wohl kein Despot.
Er steht nicht dunklen Mächten vor.
Er ist ein Helfer in der Not
und leiht dir stundenlang sein Ohr.

Er sagt dir, was du hören willst
in einem Wort, so zart und leicht,
dass es auf seiner Zunge schmilzt
und so dein müdes Herz erweicht.

Er hat auch seine Waffe nicht
in tausend Jahren angerührt.
Er weiß, dass deine Zuversicht
dich blindlings in die Hölle führt.
 
Hallo @Schmuddelkind

Na ja, der arme Teufel ist und bleibt wohl die beste Metapher für unsere menschliche Unzulänglichkeit und unsere Schwächen, die wenn man sie genauer betrachtet, aus Triebresten bestehen. Aber der Mensch ist und bleibt ein Wesen der Emotion, nicht der Logik und schon gar nicht der Vernunft. Wäre da der Teufel also nicht eher so etwas wie die Repräsentation der menschlichen Natur/Natürlichkeit? Das soll natürlich nichts verteufeln und Disziplin ist eine Tugend die ihren Wert hat, also eigener Diener in der Gegenwart für das zukünftige Ich zu sein.
Aber manchmal (oder meistens) ist die Versuchung und das Nachgeben eben genau das was wir brauchen, uns weiterzubringen oder für eine Katharsis aus selbst auferlegten Zwängen, und nicht der Weg zur Hölle. So viel zu meiner Ansicht... wenn sie dich interessiert.

Der Teufel ist wohl kein Despot.
Er steht nicht dunklen Mächten vor.
Er ist ein Helfer in der Not
und leiht dir stundenlang sein Ohr.
Der Abschnitt ließt sich ironisch, weil am Ende dieser Satz kommt:
Er weiß, dass deine Zuversicht
dich blindlings in die Hölle führt.

Nur das "blindlings" gibt der Leserschaft einen Hinweis, wie unreflektiert das LI, einer Versuchung nachgibt, alle möglichen Folgen verdrängt und so "mit Zuversicht" - was auch als Ignoranz gegenüber den Folgen gedeutet werden kann - seine Tat oder seinen Weg umsetzen will, und zwangsläufig, daran zugrunde gehen wird, "in die Hölle führt".
Bleibt nur noch die Frage für mich, was die "Waffe" des Teufels sein könnte. Eigentlich hat er doch, nach der Logik des Textes, ja sehr wohl gebrauch von seiner Waffe gemacht: Seine Redekunst. Wir erinnern uns an Mephistopheles zu Dr. Faust. Seine Redekunst ist seine gefährlichste Waffe, weil sich so nicht selbst die Hänge schmutzig machen muss, sondern seine Marionetten es tun und er nur noch auf der Seitenlinie, sich die Hände reibt.
Daher ist dieser von dir gewählte Satz nicht ganz stimmig für mich, im ganzen Kontext betrachtet.

Dein Text regt zum Nachdenken an und ich habe mich gerne damit beschäftigt. Metaphorisch gibt er viel her, psychologisch betrachtet, anders nicht.

Gern gelesen, reflektiert und betrachtet.
LG Joshua Coan
 
  • Andreas Wolfgang Vögele
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