Aus der Serie Gedankensalat (XXVII)
der winter
geht
nicht abrupt
sondern
wie jemand
der leise
die tür schließt
zurück bleibt
ein nachhall
kalt
und schon
vergehend
schnee
zerfällt
unter den eigenen farben
wird weich
wird dunkel
rutscht
in schweren tönen
von den dächern
die luft
die uns
gestern noch stach
ist heute
ein hauch
von seide
sie liegt
über der stadt
hält wärme
sammelt feuchtigkeit
ein wehen
kommt näher
sanft
und trägt
etwas unausgesprochenes
mit sich
regen
schmeckt mild
fast süß
auf der zunge
in dieser traurigkeit
ruhen versprechen
noch schlafend
tief
ohne namen
eine freude
die sich selbst
noch nicht erkennt
wandert
im wind
eine wolke
schwer
dunkel
in einem einzigen
gespannten zug
über den himmel
und die stadt
dumpf
versunken
träumt
für einen moment
ohne zeit

der winter
geht
nicht abrupt
sondern
wie jemand
der leise
die tür schließt
zurück bleibt
ein nachhall
kalt
und schon
vergehend
schnee
zerfällt
unter den eigenen farben
wird weich
wird dunkel
rutscht
in schweren tönen
von den dächern
die luft
die uns
gestern noch stach
ist heute
ein hauch
von seide
sie liegt
über der stadt
hält wärme
sammelt feuchtigkeit
ein wehen
kommt näher
sanft
und trägt
etwas unausgesprochenes
mit sich
regen
schmeckt mild
fast süß
auf der zunge
in dieser traurigkeit
ruhen versprechen
noch schlafend
tief
ohne namen
eine freude
die sich selbst
noch nicht erkennt
wandert
im wind
eine wolke
schwer
dunkel
in einem einzigen
gespannten zug
über den himmel
und die stadt
dumpf
versunken
träumt
für einen moment
ohne zeit
