DIE, DIE NOCH ATMEN
von Sam de Wenah
Es beginnt ohne Geräusch,
mit Müdigkeit.
Die Welt kippt nicht,
sie wird leer.
In Augen, die nichts mehr erwarten,
und in Leben, die immer morgen waren.
Ein Engel sitzt im Staub,
die Flügel geöffnet, doch ohne Licht.
Unter ihm sammelt sich das Rot
von allem,
was zu spät ist.
Gesichter zerfallen nicht an der Zeit,
sondern an dem,
was sie nicht mehr verdrängen können.
Ein Kind versteht nichts
und fühlt doch alles.
Man verliert nicht alles.
Aber oft das,
was alles war.
Und dann geschieht nichts,
das man erzählen würde.
Nur eine Hand
bleibt
an einer anderen hängen.
Zögernd und echt.
Der Engel hebt den Kopf.
Nicht aus Kraft,
sondern weil er sich weigert.
Kein Wunder folgt.
Kein Himmel.
Kein Zeichen, keine Antwort.
Hoffnung schreit nicht.
Sie hält sich
noch einen Moment.
Nur ein Atem, der bleibt.
Und das reicht.
von Sam de Wenah
Es beginnt ohne Geräusch,
mit Müdigkeit.
Die Welt kippt nicht,
sie wird leer.
In Augen, die nichts mehr erwarten,
und in Leben, die immer morgen waren.
Ein Engel sitzt im Staub,
die Flügel geöffnet, doch ohne Licht.
Unter ihm sammelt sich das Rot
von allem,
was zu spät ist.
Gesichter zerfallen nicht an der Zeit,
sondern an dem,
was sie nicht mehr verdrängen können.
Ein Kind versteht nichts
und fühlt doch alles.
Man verliert nicht alles.
Aber oft das,
was alles war.
Und dann geschieht nichts,
das man erzählen würde.
Nur eine Hand
bleibt
an einer anderen hängen.
Zögernd und echt.
Der Engel hebt den Kopf.
Nicht aus Kraft,
sondern weil er sich weigert.
Kein Wunder folgt.
Kein Himmel.
Kein Zeichen, keine Antwort.
Hoffnung schreit nicht.
Sie hält sich
noch einen Moment.
Nur ein Atem, der bleibt.
Und das reicht.
Zuletzt bearbeitet: