Die Träume, die wir zurückließen
Auftakt des Gedichtzyklus
von Sam de Wenah
Es gab eine Zeit,
da lagen unsere Träume
auf dem Tisch der Zukunft
wie Karten
einer unentdeckten Welt.
Jeder Weg
war offen.
Jeder Morgen
ein Versprechen.
Wir sprachen von Jahren
als wären sie ein Fluss,
der niemals
sein Meer erreicht.
Doch irgendwo
zwischen Rechnungen,
Abschieden
und den leisen Kompromissen
des Lebens
blieben einige
dieser Träume zurück.
Nicht mit einem Knall.
Nur leise.
Wie Spielzeug,
das ein Kind
im Sommergras vergessen hat,
bis der Abend es überdeckt.
Manche Träume
stehen noch immer
am Rand unserer Tage
wie verlassene Bahnhöfe,
in denen der Wind
alte Fahrpläne liest.
Andere
sind zu Staub geworden
zwischen vergilbten Fotos
und den zwei gefährlichsten Sätzen
der Welt:
„Vielleicht später.“
„Irgendwann.“
Doch manchmal
in einer stillen Stunde
der Nacht
öffnet sich
eine Tür in uns.
Und wir sehen sie wieder.
Unsere Träume.
Sie stehen dort
wie verlassene Häuser
mit offenen Fenstern.
Der Wind
streift durch ihre Zimmer
und trägt noch immer
den Geruch
der Hoffnung.
Dann begreifen wir:
Manche Träume
waren nie dafür bestimmt,
erfüllt zu werden.
Sie waren nur Sterne
über unseren frühen Wegen.
Nicht damit wir sie erreichen.
Sondern damit wir
im Dunkel
nicht ganz
verloren gehen.
Denn am Ende
verlieren Menschen
ihre Träume nicht.
Sie begraben sie
unter einem Leben,
das vernünftiger war
als ihr Herz.
Auftakt des Gedichtzyklus
von Sam de Wenah
Es gab eine Zeit,
da lagen unsere Träume
auf dem Tisch der Zukunft
wie Karten
einer unentdeckten Welt.
Jeder Weg
war offen.
Jeder Morgen
ein Versprechen.
Wir sprachen von Jahren
als wären sie ein Fluss,
der niemals
sein Meer erreicht.
Doch irgendwo
zwischen Rechnungen,
Abschieden
und den leisen Kompromissen
des Lebens
blieben einige
dieser Träume zurück.
Nicht mit einem Knall.
Nur leise.
Wie Spielzeug,
das ein Kind
im Sommergras vergessen hat,
bis der Abend es überdeckt.
Manche Träume
stehen noch immer
am Rand unserer Tage
wie verlassene Bahnhöfe,
in denen der Wind
alte Fahrpläne liest.
Andere
sind zu Staub geworden
zwischen vergilbten Fotos
und den zwei gefährlichsten Sätzen
der Welt:
„Vielleicht später.“
„Irgendwann.“
Doch manchmal
in einer stillen Stunde
der Nacht
öffnet sich
eine Tür in uns.
Und wir sehen sie wieder.
Unsere Träume.
Sie stehen dort
wie verlassene Häuser
mit offenen Fenstern.
Der Wind
streift durch ihre Zimmer
und trägt noch immer
den Geruch
der Hoffnung.
Dann begreifen wir:
Manche Träume
waren nie dafür bestimmt,
erfüllt zu werden.
Sie waren nur Sterne
über unseren frühen Wegen.
Nicht damit wir sie erreichen.
Sondern damit wir
im Dunkel
nicht ganz
verloren gehen.
Denn am Ende
verlieren Menschen
ihre Träume nicht.
Sie begraben sie
unter einem Leben,
das vernünftiger war
als ihr Herz.