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Feedback jeder Art Die zwei Goldketten

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An einem See, nahe dem Waldrand begegneten sich ein Frosch und eine Libelle auf einem Seerosenblatt. Der Frosch hatte gerade zwei Goldketten auf dem Grund des Sees gefunden und hochgebracht. Beide liebten das Wasser, jeder auf seine Weise. Der Frosch und die Libelle fühlten sich aneinander sehr angezogen und verliebten sich. Sie wollten in Zukunft alles gemeinsam machen. „Dann könnten wir alles gemeinsam tun, das ist das größte Glück der Liebe."

Und als Zeichen der Unzertrennlichkeit verbanden sie sich mit einer der goldenen Ketten an den Händen. Damit sie in Zukunft alles gemeinsam machen können. Jeder sollte sehn, dass sie zusammen gehören. Ihre Sehnsucht zueinander war so groß.

Aber nun wurde es beschwerlich, weil ihre Hände gebunden waren.
Die Libelle befürchtete insgeheim, der Frosch könne davonspringen oder einmal aus dem Teich nicht mehr zurückkommen.
Der Frosch hatte Angst, seine Libelle könnte davonfliegen oder würde von einem Vogel gefressen.

Einige Zeit später kamen sie auf die Idee, auch ihre Füße mit einer goldenen Kette miteinander zu verbinden. Damit sie in Zukunft alle Wege gemeinsam gehen. „Dann kann uns nichts mehr trennen.“

Aber jetzt konnten sie nicht mehr so gut laufen, verwechselten oft die Schritte. Manchmal lief einer zu schnell und der andere zu langsam oder umgekehrt. Der Frosch konnte nicht mehr schwimmen und die Libelle nicht mehr fliegen.

Aber sie liebten sich. Liebe lässt alles ertragen.

Und doch sehnten sie sich nach ihrer Freiheit. Der Frosch wollte wieder Fliegen fangen und auf den Grund des Teiches tauchen. Die Libelle wollte am Ufer des Sees umherfliegen und über Blumen tanzen.

Nun ging das alles nicht mehr und sie wurden traurig. Aber sie liebten sich.

Erst als sie wieder ihre goldenen Fesseln lösten, die Goldketten wieder in den See warfen, fühlten sie sich frei und trafen sich so oft sie wollten auf einem Seerosenblatt.
 
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