Ein Gänseblümchen
Ein Gänseblümchen, ganz allein,
steht jeden Morgen dort am Stein.
Kein Duft von Wiese, keine Ruh,
nur Lärm der Welt immerzu.
Es sieht mich an, so still, so klein,
als wollt’ es nicht länger einsam sein.
Ich könnt es retten, denk ich sacht,
doch weiß ich: Dann hätt ich’s umgebracht.
So lass ich’s stehen, Tag für Tag,
wo keiner sein Herz ihm gab.
Und frage mich, ganz heimlich still:
ob es wohl weiß, dass ich es will?
Anfangs warst du ganz allein,
ein kleines Blümchen, blass und fein.
Ich sah dich jeden Morgen dort,
am selben stillen Ort.
Doch mit der Zeit, ich glaubte kaum,
kam still ein zweites aus dem Raum.
Dann war ein dritter plötzlich da,
ganz nah bei dir, so wunderbar.
Tag für Tag wurdet ihr mehr,
wie Stimmen in der Morgenluft so leer.
Kein Lärm, kein Ruf, kein großes Ziel,
nur leises Wachsen, still und viel.
Nun steh ich dort und seh euch steh’n,
nicht mehr allein, nicht mehr im Gehen.
Ihr seid jetzt viele, und ich versteh:
was Hoffnung still bewirken kann.
Ein Gänseblümchen, ganz allein,
steht jeden Morgen dort am Stein.
Kein Duft von Wiese, keine Ruh,
nur Lärm der Welt immerzu.
Es sieht mich an, so still, so klein,
als wollt’ es nicht länger einsam sein.
Ich könnt es retten, denk ich sacht,
doch weiß ich: Dann hätt ich’s umgebracht.
So lass ich’s stehen, Tag für Tag,
wo keiner sein Herz ihm gab.
Und frage mich, ganz heimlich still:
ob es wohl weiß, dass ich es will?
Anfangs warst du ganz allein,
ein kleines Blümchen, blass und fein.
Ich sah dich jeden Morgen dort,
am selben stillen Ort.
Doch mit der Zeit, ich glaubte kaum,
kam still ein zweites aus dem Raum.
Dann war ein dritter plötzlich da,
ganz nah bei dir, so wunderbar.
Tag für Tag wurdet ihr mehr,
wie Stimmen in der Morgenluft so leer.
Kein Lärm, kein Ruf, kein großes Ziel,
nur leises Wachsen, still und viel.
Nun steh ich dort und seh euch steh’n,
nicht mehr allein, nicht mehr im Gehen.
Ihr seid jetzt viele, und ich versteh:
was Hoffnung still bewirken kann.