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Feedback jeder Art Ein Rapperleben

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  • Marc Donis
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EIN RAPPERLEBEN
Il y a un rappeur sur scène, imagine que je
sois à sa place. Je rêve d'une vie comme ça :
le rythme dans mes poumons, mon corps qui tremble,
l'odeur de nicotine et de cannabis dans la salle, tandis
que les lumières m'éblouissent. Quel rêve...
Mais ce que je considère comme un rêve, mon père
le décrit comme une « idiotie ».


Und wurd‘ ich, nun Mutter, in Biesdorf geboren.
Sodass ich im Winter, im Schnee auch verblut‘.
Es scheint so, als hätt‘ ich das Leben verloren.
Sodass schon die Seele im Graben auch ruht.
So weiß du, oh Mutter, mich treiben die Träume.
Ein bisschen die Lyrik und etwas vom Licht.
Auch wenn ich die Schule nun wieder versäume.
Doch wisse, dass diese mich schließlich zerbricht.
Wie soll ich nur leben, wenn Herzen verschlafen.
Und sterb‘ ich mal wieder, in diesem Labor.
Und sterb‘ ich mal wieder an Proben und Graphen.
Sodass ich mich wieder durch Platten verlor‘.
Doch könnte ein Sünder die Sünden nicht sühnen.
Denn träum‘ ich ein wenig von einem Talent.
Und bin ich dann lieber auf Reisen und Bühnen.
Als jemand der wieder durchs Lernen verbrennt…

Und wurd‘ ich, nun Mutter, in Biesdorf geboren.
Doch ist mir das Leben im Dorfe zu still.
Ich träume von Rappern, doch schreibe in Foren.
Verzeih‘ mir, oh Mutter. Dass ich das halt will.
So geht es mir gar nicht um Gelder und Scheine.
Mir geht es bei weitem, alleine um Kunst.
Und wenn ich mal wieder im Flure nun weine.
So fehlt mir halt alles: Der Rap und der Dunst.

Und wurd‘ ich, nun Mutter, in Biesdorf geboren.
Doch ist es im Grunde, mein Engel, nicht leicht.
Denn hast du ein‘ Dichter, oh Mutter, erzogen.
Den ruhig die Sehnsucht nach Straße beschleicht.
So geht es mir gar nicht um Gelder und Scheine.
Und ist mir das Hungern aus Kummer bekannt.
Und lauf‘ ich nach Hause. Mal wieder alleine.
Mich haben die Träume, mal wieder, verbrannt.

Und wurd‘ ich, nun Mutter, in Biesdorf geboren.
Vertrauter wird langsam im Herzen der Stich.
Ich hab‘ dir die Hochschul‘ und Abi versprochen.
Und Lehre? Verzeih‘ mir, das bin wohl nicht ich…
So träum‘ ich von Freiheit, alleine von Bühnen.
Und geht das seit Jahren, seit dreien schon so.
Erzähl‘ ich nicht gerne von meinen Gefühlen.
Ich stehe im Leben. Doch weiß ich nicht wo…

So riechen die Zimmer nach Minze und Ambra.
Ertränk‘ ich mich wieder in meinem Parfüm.
Ich wünschte, ich wäre wie Eddin und Samra...
Denn Künste sind etwas, was immer ich rühm‘.

Und hab‘ ich die Liebe aus Wahrheit belogen.
Die Wahrheit gebrochen und bisschen getauscht.
Und hab‘ ich die Wahrheit, wie immer, verbogen.
Denn bin ich durch Sorgen mal wieder berauscht.
Und wurd‘ ich, nun Mutter, in Biesdorf geboren.
Ich hoffe, ich finde die Seele gleich schon…
Mitnichten… Ich hab‘ sie wie meiner verloren.
Verstand‘ ich nie Tränen. Beweinst du den Sohn…

27.01.2026
Berlin Gropiusstadt / Neukölln
 
  • Marc Donis
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