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Feedback jeder Art Fatigue - Der müde Körper

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Fatigue – Der müde Körper

Mein Körper trägt den stillen Brand,
der tief in seinem Innern wohnt,
Ein unsichtbarer Gegenstand,
der jede Kraft im Schweigen schont.

Ein stiller Feind in meinem Blut,
Er frisst die Kraft, macht alles schwer.
Kein Morgen kennt mehr frischen Mut,
mein Atem irrt wie leeres Meer.

Die Knochen kalt, der Blick ins Glas,
die Zeit zerrinnt wie fahles Licht.
Mein Körper nur noch fremder Palast,
der leise mir der Stille bricht.

Ich lieg im Grau, das mich durchdringt,
ein müder Schlag in meinem Sein,
bis selbst mein letzter Wille sinkt
und ich im Schweigen ganz allein.

Die Tage zieh´n wie in Watte grau,
die Nächte wiegen viel zu schwer.
Mein Herz wird still, mein Blick wird rau,
es geht nicht mehr, ich kann nicht mehr.

© wirbel / C.B.
29.09.2025

(ich bin leider selbst davon betroffen und fahre auch bald zur Reha)
 
Hallo Wirbel du schreibst du hast keine Kraft mehr
Nach unserem unverschuldeten Unfall viel mir auch alles schwer
Mit meinem linken Arm kann ich nicht mehr viel heben
Hauptsache ist ich bin noch am Leben
Schnell kann das Leben zu Ende gehen
Das habe ich beim Unfallverursacher gesehen
Doch aufgeben gibt es nicht
Nach jedem Tunnel kommt irgendwann wieder Licht
Meinen Krebs besiegte ich 2004
und ich bin immer noch hier
LG Ralf
 
Liebe wirbel,

Liebe wirbel,

der doppelte Titel deines Gedichts ist grundsätzlich interessant, weil er zwei Ebenen öffnet: Fatigue als medizinischen, abstrakten Begriff und Der müde Körper als unmittelbare, körperliche Erfahrung. Allerdings wirkt die Kombination etwas erklärend, da der deutsche Untertitel das Fremdwort eher wiederholt als ergänzt. Stattdessen könntest du dich für einen der beiden Titel entscheiden; ich hätte mich dabei für die deutsche Fassung entschieden.

Das Gedicht ist klassisch und geschlossen gebaut, mit regelmäßigem Reim und ruhigem Rhythmus, was die Monotonie der Erschöpfung gut widerspiegelt. Sehr gelungen sind die starken, stillen Bilder wie der stille Brand, der fremde Palast oder das leere Meer, die den inneren Zustand eindringlich erfahrbar machen. Teilweise häufen sich jedoch ähnliche Metaphern von Grau, Stille und Schwere, wodurch einzelne Strophen etwas an Spannung verlieren.

Wenn ich du wäre, hätte ich die letzte Strophe entfernt. Inhaltlich wiederholt sie stark das Gefühl der vorherigen Strophen und steigert es nicht mehr, sondern fasst eher zusammen, was bereits gesagt wurde. Ohne sie endet das Gedicht offener und eindringlicher, besonders mit dem Bild des sinkenden Willens und der Einsamkeit in der vorletzten Strophe.

Sehr gern gelesen.

Liebe Grüße
Fehyla
 
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Liebe Wirbel
Die Kraft nimmt ab
Der Wind bläst scharf ins Gesicht
Mein Wetterbericht meldet noch zwei Wochen Dauerfrost
Der Nebel sitzt mir im Genick
Der Wetterbericht sagt ab dem 28 Februar wirf die Sonne wieder an Kraft und Wärme dazu gewinnen
und stehst Du da der Sonne zugewandt
die vielen Schritte rückwärtsgewandt
werden ab diesem Moment
tausendfach im Sonnenmeer
wieder Belohnung findenScreenshot_2026-01-18-22-57-21-107_com.google.android.apps.photos.jpg
 
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