Frostige Nacht
Im Bach zerrinnt des Mondes Silber.
Die Wiesen glänzen reifbedeckt.
Am Himmel blinken Mythenbilder.
Am Boden Kälte Mensch und Tier erschreckt.
Auf Fensterscheiben blühen Blumen
aus filigranem Eis. Aus Gräsern
blitzen Kristalle diamantenweiß.
In leichtem Schneerieseln zerfließt
der Schatten eines Wanderers.
Wer durch die Nacht muss fliehen,
erfreut sich keines Herdes,
keiner wärmenden Gunst.
Ihn schützt der Wälder Schweigen,
indes die Spuren seinen Weg aufzeigen.
Nur Himmelslichter weisen ihm
Richtung und Ziel auf seinem Weg
durch eine trostlos starre Welt,
auf die ein tröstendes Linnen wie das Kleid
einer ausgefallenen Hochzeit fällt.
Wie lange wird es dauern, bis solche Nacht zu Ende,
bis das Licht zurück und die erstarrte Welt auftaut?
Wer weiß das schon?
(„Carolus“ in „poeten.de“ 07.01.2026)
Im Bach zerrinnt des Mondes Silber.
Die Wiesen glänzen reifbedeckt.
Am Himmel blinken Mythenbilder.
Am Boden Kälte Mensch und Tier erschreckt.
Auf Fensterscheiben blühen Blumen
aus filigranem Eis. Aus Gräsern
blitzen Kristalle diamantenweiß.
In leichtem Schneerieseln zerfließt
der Schatten eines Wanderers.
Wer durch die Nacht muss fliehen,
erfreut sich keines Herdes,
keiner wärmenden Gunst.
Ihn schützt der Wälder Schweigen,
indes die Spuren seinen Weg aufzeigen.
Nur Himmelslichter weisen ihm
Richtung und Ziel auf seinem Weg
durch eine trostlos starre Welt,
auf die ein tröstendes Linnen wie das Kleid
einer ausgefallenen Hochzeit fällt.
Wie lange wird es dauern, bis solche Nacht zu Ende,
bis das Licht zurück und die erstarrte Welt auftaut?
Wer weiß das schon?
(„Carolus“ in „poeten.de“ 07.01.2026)