Dieses Loch im Bauch, nicht entstanden durch Hunger, sondern durch Leere. Durch den inneren Schmerz, der sich langsam anfrisst und aufbaut, bis er dich zerreißt, von innen. Wie eine innere Blutung, die niemand anders sieht. Nur du sehen und verstehen kannst. Wobei nur du den Ernst der Lage erkennst. Alles zu eng und doch zu weit. Du erstickst, deine Lunge kollabiert, Atmung hält an, nur dein Kopf nicht. Er funktioniert noch, jedoch zu gut. Das einzige Organ, was aufhören soll zu funktionieren. Wärst du ein medizinischer Notfall, wärst du im Krankenhaus und nicht ständig in deinem Kopf. Spiralen vor den Augen und im Verstand, welche nicht aufhören sich zu bewegen, nicht aufhören sich zu drehen, alles was dich anregt, ist diese Leere, dieses Befinden vom Dasein, doch Abwesend innendrin. Verkaufst du deine Seele, ergibt das keinen Sinn, jedoch überdenken, versuchen zu leben ist ein kostspieligerer Preis als den, den du eigentlich verdient hättest. Ergibt das denn keinen Sinn? Zeit tot schlagen, abwarten, bis es endet, bis sich nicht mehr alles dreht, deine Organe vollständig versagt haben und dein Kopf aufhört zu fragen. Doch die Ruhe, die Genugtuung mit alle dem, was dich geplagt haben muss, tage-, monate-, ja sogar jahrelang. War es all das wert? Oder liegt die Wertigkeit in keinem Sinn, keinem Verstand, keinem Blickwinkel, Perspektivenbetrachtung, ja vielleicht mag das ja der Grund sein, warum aufgeben mehr bedeutet als zu versuchen. Mehr Grund und Perspektive dahinter, hineinzublicken in unser Fehlschlagen, unser Versagen als in unseren Sinn.