Getanzter Frühlingszauber
Noch Nacht, schon naht das frühe Licht
vom Lager sich erhebend,
weiß sie nicht, in welche Traumwelt
ihrer Seele die Dunkelheit geführt.
Teile einer sanften Melodie, fast unbemerkt
in ihren Ohren, als ob der Musiker im Raum
und seine Fingerspitzen munter
Tasten rauf und runter hüpften.
Der Pianist variiert das Thema, weitet es aus,
lockt die Erwachende zu impulsivem Bewegen.
Sein Spiel windet Frühlingsblüten in ihr Haar,
verwandelt ihre Lust zu kapriziöse Tanzfiguren.
Etwas in ihrer Seele hatte sich geöffnet.
Sie weiß nicht, was, fühlt sich stark wie nie.
Beschenkt mit wachen Sinnen, ist sie
begierig, ihren Tag mit Schwung zu meistern.
Im Tanz sprühen Funken ihrer Energie auf,
lassen verborgene Glutreste
aus der Asche ihres Körpers erblühen,
befreien, entfachen ihre Träume
von Hingabe und Sehnsucht.
Schon lodern Feuerzungen auf,
tanzen wie wild bis zur Ekstase,
erzeugen Bilder vom Umfassen,
vom Loslassen, verwandeln
den Augenblick in ein zeitloses Sein,
hauchen ihm ihren Atem ein.
Mit einem Male fühlt sie sich eins
mit dem Herzschlag der Welt,
glückselig über das ungeahnt
kraftvolle Aufblühen ihrer Frühlingsgefühle.
(„Carolus“ in „poeten.de“ 01,04.2026)
Noch Nacht, schon naht das frühe Licht
vom Lager sich erhebend,
weiß sie nicht, in welche Traumwelt
ihrer Seele die Dunkelheit geführt.
Teile einer sanften Melodie, fast unbemerkt
in ihren Ohren, als ob der Musiker im Raum
und seine Fingerspitzen munter
Tasten rauf und runter hüpften.
Der Pianist variiert das Thema, weitet es aus,
lockt die Erwachende zu impulsivem Bewegen.
Sein Spiel windet Frühlingsblüten in ihr Haar,
verwandelt ihre Lust zu kapriziöse Tanzfiguren.
Etwas in ihrer Seele hatte sich geöffnet.
Sie weiß nicht, was, fühlt sich stark wie nie.
Beschenkt mit wachen Sinnen, ist sie
begierig, ihren Tag mit Schwung zu meistern.
Im Tanz sprühen Funken ihrer Energie auf,
lassen verborgene Glutreste
aus der Asche ihres Körpers erblühen,
befreien, entfachen ihre Träume
von Hingabe und Sehnsucht.
Schon lodern Feuerzungen auf,
tanzen wie wild bis zur Ekstase,
erzeugen Bilder vom Umfassen,
vom Loslassen, verwandeln
den Augenblick in ein zeitloses Sein,
hauchen ihm ihren Atem ein.
Mit einem Male fühlt sie sich eins
mit dem Herzschlag der Welt,
glückselig über das ungeahnt
kraftvolle Aufblühen ihrer Frühlingsgefühle.
(„Carolus“ in „poeten.de“ 01,04.2026)