Halt nicht an
von Sam de Wenah
Halt nicht an,
nicht jetzt, wo alles in dir still geworden ist
und dein Atem nur noch bleibt,
weil er vergessen hat zu gehen.
Die Straße zieht dich weiter,
gleichgültig, ohne Gedächtnis,
und die Lichter verschwimmen
wie etwas, das dich nicht mehr erkennt.
Du fährst nicht, um anzukommen,
sondern weil jeder Ort dich verlieren würde,
sobald du stehen bleibst.
In dir bleibt nur noch ein Rest von Richtung,
kein Ziel mehr,
nur etwas, das sich noch dagegenstellt,
sich empor richtet
und jedes Mal tiefer in sich zusammensinkt.
Du bist allein,
weil nichts geblieben ist,
das dich noch stützt.
Die Stimmen sind verstummt,
die Hände haben dich längst losgelassen,
und sogar dein Name
findet keinen Halt mehr in dir.
Die Tränen kommen nicht,
weil der Schmerz
nicht mehr hinaus findet.
Du fühlst,
dass selbst dein Innerstes
dich nicht mehr erreicht.
Doch dort,
wo nichts mehr in dir antwortet,
bleibt etwas,
und gibt nicht mehr nach.
Du spürst es nicht als Trost,
nicht als Rettung,
nur als Grenze,
an der du aufhörst zu fallen.
Und langsam erkennst du dich wieder,
als jemand,
der noch da ist.
In dieser Schwere,
die nichts leichter macht
und dich doch nicht zerbricht,
hebt sich etwas in dir,
ganz leise.
Und du verstehst,
ohne Antwort:
Niemand hält dich.
Du gehst weiter.
Du bist noch da.
Unter allem,
was dich zu Boden zieht,
ist längst etwas,
in dem du nicht mehr verloren gehst.
von Sam de Wenah
Halt nicht an,
nicht jetzt, wo alles in dir still geworden ist
und dein Atem nur noch bleibt,
weil er vergessen hat zu gehen.
Die Straße zieht dich weiter,
gleichgültig, ohne Gedächtnis,
und die Lichter verschwimmen
wie etwas, das dich nicht mehr erkennt.
Du fährst nicht, um anzukommen,
sondern weil jeder Ort dich verlieren würde,
sobald du stehen bleibst.
In dir bleibt nur noch ein Rest von Richtung,
kein Ziel mehr,
nur etwas, das sich noch dagegenstellt,
sich empor richtet
und jedes Mal tiefer in sich zusammensinkt.
Du bist allein,
weil nichts geblieben ist,
das dich noch stützt.
Die Stimmen sind verstummt,
die Hände haben dich längst losgelassen,
und sogar dein Name
findet keinen Halt mehr in dir.
Die Tränen kommen nicht,
weil der Schmerz
nicht mehr hinaus findet.
Du fühlst,
dass selbst dein Innerstes
dich nicht mehr erreicht.
Doch dort,
wo nichts mehr in dir antwortet,
bleibt etwas,
und gibt nicht mehr nach.
Du spürst es nicht als Trost,
nicht als Rettung,
nur als Grenze,
an der du aufhörst zu fallen.
Und langsam erkennst du dich wieder,
als jemand,
der noch da ist.
In dieser Schwere,
die nichts leichter macht
und dich doch nicht zerbricht,
hebt sich etwas in dir,
ganz leise.
Und du verstehst,
ohne Antwort:
Niemand hält dich.
Du gehst weiter.
Du bist noch da.
Unter allem,
was dich zu Boden zieht,
ist längst etwas,
in dem du nicht mehr verloren gehst.
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