Aktuelles
Gedichte lesen und kostenlos veröffentlichen auf Poeten.de

Poeten.de ist ein kreatives Forum und ein Treffpunkt für alle, die gerne schreiben – ob Gedichte, Geschichten oder andere literarische Werke. Hier kannst du deine Texte mit anderen teilen, Feedback erhalten und dich inspirieren lassen. Um eigene Beiträge zu veröffentlichen und aktiv mitzudiskutieren, ist eine Registrierung erforderlich. Doch auch als Gast kannst du bereits viele Werke entdecken. Tauche ein in die Welt der Poesie und des Schreibens – wir freuen uns auf dich! 🚀

Hirntod

  • T
    letzte Antwort
  • 1
    Antworten
  • 1K
    Aufrufe
  • Teilnehmer
Das ist ein kleiner Text, eine Überlegung zum Hirntod, der bei einem Menschen nach zehn Minuten eintritt. ..
 
Der Punkt Null.
Du schreist, die Kugel durchbricht dein warmes Fleisch, du sinkst auf dem Boden. Du fühlst sie, in dich hinein gebohrt. Du wimmerst, fluchst, flehst.
Du denkst. Der Arm, noch da? Das Bein? Und die Finger, kannst du sie noch bewegen? Alles dran, alles da.
Nach diesen zwei Minuten ist dir kalt.
Dein Kopf pocht, denn dort steckt ja das kleine Ding, unwichtig, kalt. Fühlst du schon, wie es dein Leben in sich aufnimmt? Es wird wohl mit der Zeit wärmer werden, das kleine Ding, und du kälter. Du fühlst Panik in dir aufsteigen.
Dein Arm, dein Bein? Nun, taub sind sie geworden, so ganz nicht mehr vorhanden, aber du liegst hier ja auch schon eine Weile, mindestens drei Minuten. Du strampelst und stößt dir die Zehen an einem Stein, doch den Schmerz fühlst du nicht.
Deine Gedanken fliegen. Wie ist es bloß passiert, dieses unfassbare Unglück, wo ist sie hin. Die Frau mit der Waffe, denn eben war sie ja noch da. Aber es kann auch sein, dass du dich täuschst, denn jetzt verschwimmt langsam die Sicht.
Es müssen inzwischen etwa sieben Minuten vergangen sein, und dein Herz pocht dir im Kopf. Es tut sehr weh. Versuchst du, dich zu krümmen? Denn so hast du es ja im Mutterleib gelernt: Krümm' dich, schütz' den Kopf, deinen Schatz.
Doch wo sind deine Arme hin? Deine verschwommenen Augen suchen, aber sie finden nichts, gar nichts. Und du fühlst sie auch nicht mehr, na sowas.
Was du langsam beginnst zu fühlen, das ist die Leichtigkeit. Sie nimmt von deinem Kopf Besitz, und plötzlich merkst du auch den Schmerz nicht mehr, Gott sei Dank. Die Kugel, ist sie weg?
Und wieso auch nicht, sterben? Vielleicht gehört es ja zum Leben. Ist es ein.... ein.....
Die Worte verschwinden. Du liegst dort und kannst nicht mehr denken. Nicht mehr fühlen, bewegen, sehen.
Du stirbst, nach zehn Minuten.
 
hallo amaru
smile.png.f906b075d0d635c0b59813836a4af7e8.png

 
dankeschön, das freut mich! den fehler werde ich korrigieren, der ist wohl im eifer des gefechts passiert ;D
deinen text werde ich mir auch durchlesen. feedback geben macht immer spaß!
biggrin.png.88941320b1e828a0e0dc32bfc22f758d.png

bis dann,
tu es
 
  • T
    letzte Antwort
  • 1
    Antworten
  • 1K
    Aufrufe
  • Teilnehmer
Zurück
Oben