In einer umnachteten Welt
Meine Illusionen
fortgeflogen wie Zugvögel.
Leer ihr Nest in meinem Herzen.
Suchte vergeblich nach ihnen.
Bin mir bewusst: Ich find sie nicht mehr.
Bin nicht aufgelegt zum Scherzen
in einer umnachteten Welt,
die wüst, verwirrt und zukunftsentleert,
von Kälte, Finsternis und Waffen umstellt,
mir als Hoffendem kaum einen Lichtblick gewährt.
Dennoch trotzt der Wille zum Leben, stellt sich
andernorts mutig Gewalt und Grausamkeit entgegen,
während Feuer auf Städte und Dörfer niederfällt.
Getrieben von Sehnsucht nach Wahrheit und Licht,
nach einem neuem Morgen, begraben
Überlebende ihre Toten, durchsuchen Überreste
für einen beklagenswerten Neubeginn in Trümmern.
In solcher Zeit ein jeder selbst
sein Kreuz muss tragen, bis Geist und Seele
auferstehen, sich auf die große Reise wagen,
um Abschied zu nehmen vom Leben der Vergänglichkeit
von Körperleid und und Seelenschmerz.
Immer wieder wechseln Perioden von Frieden
und Krieg. Nichts hat sich geändert, außer den
Umständen und Waffen. Ob wir es jemals schaffen,
unser gewalttätiges Wesen zu ändern?
Falls nicht, werden wir von Klima und Natur dazu getrieben,
weil wir zumeist dies einmalige, einzigartige Leben
mit allen Fasern unsres Herzen lieben.
(„Carolus“ in „poeten.de“ 28.01.2026)
Meine Illusionen
fortgeflogen wie Zugvögel.
Leer ihr Nest in meinem Herzen.
Suchte vergeblich nach ihnen.
Bin mir bewusst: Ich find sie nicht mehr.
Bin nicht aufgelegt zum Scherzen
in einer umnachteten Welt,
die wüst, verwirrt und zukunftsentleert,
von Kälte, Finsternis und Waffen umstellt,
mir als Hoffendem kaum einen Lichtblick gewährt.
Dennoch trotzt der Wille zum Leben, stellt sich
andernorts mutig Gewalt und Grausamkeit entgegen,
während Feuer auf Städte und Dörfer niederfällt.
Getrieben von Sehnsucht nach Wahrheit und Licht,
nach einem neuem Morgen, begraben
Überlebende ihre Toten, durchsuchen Überreste
für einen beklagenswerten Neubeginn in Trümmern.
In solcher Zeit ein jeder selbst
sein Kreuz muss tragen, bis Geist und Seele
auferstehen, sich auf die große Reise wagen,
um Abschied zu nehmen vom Leben der Vergänglichkeit
von Körperleid und und Seelenschmerz.
Immer wieder wechseln Perioden von Frieden
und Krieg. Nichts hat sich geändert, außer den
Umständen und Waffen. Ob wir es jemals schaffen,
unser gewalttätiges Wesen zu ändern?
Falls nicht, werden wir von Klima und Natur dazu getrieben,
weil wir zumeist dies einmalige, einzigartige Leben
mit allen Fasern unsres Herzen lieben.
(„Carolus“ in „poeten.de“ 28.01.2026)