Du stehst am Fenster und überall gehen die Lichter an.
In den Wohnungen gegenüber, beginnt das Leben, dass man abends sehen kann.
Ein Paar, das lacht.
Eine Mutter, die ihrem Kind vorliest.
Ein Tisch, an dem alle zusammen das Essen genießen.
Du sitzt auf der Fensterbank, machst das Licht schnell aus,
damit niemand sehen kann,
dass du heute ganz alleine bist
und dein Tag einfach nur beschissen ist.
Du fängst an dich zu vergleichen.
Weil du nur das siehst, was im Licht passiert,
aber nicht was dahinter liegt.
Nicht die Stille nach dem Streit,
nicht den Trotzanfall ein paar Stunden davor und auch nicht, dass dieser Tisch nur heute voll ist,
weil es schon lange nichtmehr so gewesen ist.
Denn wenn die Lichter ausgehen, verschwindet auch das perfekte Bild.
Bei mir, bei dir und sogar bei dem kleinen Kind.
Und du? Du stellst dich auch nicht ans Fenster und weinst bei Licht,
du ziehst die Vorhänge zu und versperrst anderen die Sicht.
Niemand stellt seine Zweifel auf die Fensterbank,
keiner zeigt was schwer ist, aus Angst oder Scham.
Und deshalb wirkt es bei allen so leicht, weil alles andere im Verborgenen bleibt.
Und genau darin liegt der Unterschied,
du vergleichst deine Dunkelheit,
mit dem Licht von anderen, dass nur zeigt,
was man von außen sieht.
Was wäre, wenn wir alle die Vorhänge einfach offen lassen und nicht nur das zeigen, was nach außen passt.
Dann würden wir sehen,
es ist nicht alles so leicht, wie es scheint,
dass hinter vielen Fenstern auch jemand sitzt der leise weint.
Und vielleicht würden wir uns dann ein kleines Stückchen weniger vergleichen,
weil wir merken, wie viele Zweifel und Gedanken sich gleichen.
Und vielleicht wird genau in diesem Moment, das, was sonst im Dunkeln passiert, für jemand anderen zu einem kleinen Lichtblick,
weil sich Alleinsein ein Stück verliert.
Deshalb: Lasst eure Lichter an und zwar an jedem Tag!
---------
PS: Ich krieg es auch nicht immer hin, such oft noch meine Ruhe und verschwind 🙂
In den Wohnungen gegenüber, beginnt das Leben, dass man abends sehen kann.
Ein Paar, das lacht.
Eine Mutter, die ihrem Kind vorliest.
Ein Tisch, an dem alle zusammen das Essen genießen.
Du sitzt auf der Fensterbank, machst das Licht schnell aus,
damit niemand sehen kann,
dass du heute ganz alleine bist
und dein Tag einfach nur beschissen ist.
Du fängst an dich zu vergleichen.
Weil du nur das siehst, was im Licht passiert,
aber nicht was dahinter liegt.
Nicht die Stille nach dem Streit,
nicht den Trotzanfall ein paar Stunden davor und auch nicht, dass dieser Tisch nur heute voll ist,
weil es schon lange nichtmehr so gewesen ist.
Denn wenn die Lichter ausgehen, verschwindet auch das perfekte Bild.
Bei mir, bei dir und sogar bei dem kleinen Kind.
Und du? Du stellst dich auch nicht ans Fenster und weinst bei Licht,
du ziehst die Vorhänge zu und versperrst anderen die Sicht.
Niemand stellt seine Zweifel auf die Fensterbank,
keiner zeigt was schwer ist, aus Angst oder Scham.
Und deshalb wirkt es bei allen so leicht, weil alles andere im Verborgenen bleibt.
Und genau darin liegt der Unterschied,
du vergleichst deine Dunkelheit,
mit dem Licht von anderen, dass nur zeigt,
was man von außen sieht.
Was wäre, wenn wir alle die Vorhänge einfach offen lassen und nicht nur das zeigen, was nach außen passt.
Dann würden wir sehen,
es ist nicht alles so leicht, wie es scheint,
dass hinter vielen Fenstern auch jemand sitzt der leise weint.
Und vielleicht würden wir uns dann ein kleines Stückchen weniger vergleichen,
weil wir merken, wie viele Zweifel und Gedanken sich gleichen.
Und vielleicht wird genau in diesem Moment, das, was sonst im Dunkeln passiert, für jemand anderen zu einem kleinen Lichtblick,
weil sich Alleinsein ein Stück verliert.
Deshalb: Lasst eure Lichter an und zwar an jedem Tag!
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PS: Ich krieg es auch nicht immer hin, such oft noch meine Ruhe und verschwind 🙂
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