Diese vorliegende angepasste Wiedergabe für Laien bewahrt den ursprünglichen Gehalt lediglich in groben Umrissen, strebt indes eine gesteigerte Greifbarkeit an.
Das Gedicht stellt ein extrem verdichtetes Kunstwerk dar, das durch seine ungewöhnliche Mischform – einen wie gesprochenen Rahmen und eine tabellenartige Wortmitte – starke Spannung erzeugt.
Aufbau
Rahmen: Das doppelt gerufene „Kraweehl, Kraweehl“ umschließt alles und geht von wilder Intensität zu dumpfer Gleichgültigkeit über – wie ein Echo im Barock, nur hier für wiederkehrende Gefühle.
Mitte: Vier aufeinanderfolgende Bildgruppen in fließendem Prosa-Stil schaffen freie Assoziationen. Taubheit macht trüb („taubtrüb“) und Trübheit macht taub („trübtaub“) – das dreht sich im Kreis und muss sich so einer eindeutig zu verortenden Exegese dauerhaft entziehen.
Bilder und Wörter
„Melusine“: Die sagenhafte Nixenfrau steht für Mensch-Natur-Zwiespalt, Verführung und Geheimnis; „lieblich gesprochen“ wärmt es auf emotionaler Ebene.
„Kraweehl“: Neues Wort aus „Rad“ (Kreislauf) und „Krähe“ (Klage) – Symbol für endlose Sehnsucht.
Orte: Der „Musenhain“ (heiliger Inspirationswald) wird zu wildem, leblosem Gestrüpp – Bild für undurchsichtige Heiligkeit.
Hauptthema
Taubheit und Trübheit verschmelzen: Alles bleibt undeutlich, Appelle prallen ab – wie eine süße, aber unerreichbare Ferne.
Stilmittel
Bilderketten ziehen den Perzipienten hinein wie eine Hypnose.
Klänge: Viele Töne wiederholen sich (Trüb-/Taub-), als würde man es hören.
Widersprüche: Ursache und Wirkung vertauschen sich endlos, alles verharrt in vielschichtiger Verschleierung.
Gesamteindruck
Frohweins Werk zeigt Liebe - nach antiken Modellen mit Eros als leidenschaftlichem und Agape als altruistischem Motiv - als einen am Ende undurchdringlichen Wald. Indes verhallt selbst die Glut des sinnlich-erotischen Lockrufes – fernab agapischer Sanftheit – im ungreifbaren Nebel. Sprache verhallt und so verbinden sich alte Mythen mit moderner Kunst zu nachdenklicher Unlösbarkeit.
Das Gedicht stellt ein extrem verdichtetes Kunstwerk dar, das durch seine ungewöhnliche Mischform – einen wie gesprochenen Rahmen und eine tabellenartige Wortmitte – starke Spannung erzeugt.
Aufbau
Rahmen: Das doppelt gerufene „Kraweehl, Kraweehl“ umschließt alles und geht von wilder Intensität zu dumpfer Gleichgültigkeit über – wie ein Echo im Barock, nur hier für wiederkehrende Gefühle.
Mitte: Vier aufeinanderfolgende Bildgruppen in fließendem Prosa-Stil schaffen freie Assoziationen. Taubheit macht trüb („taubtrüb“) und Trübheit macht taub („trübtaub“) – das dreht sich im Kreis und muss sich so einer eindeutig zu verortenden Exegese dauerhaft entziehen.
Bilder und Wörter
„Melusine“: Die sagenhafte Nixenfrau steht für Mensch-Natur-Zwiespalt, Verführung und Geheimnis; „lieblich gesprochen“ wärmt es auf emotionaler Ebene.
„Kraweehl“: Neues Wort aus „Rad“ (Kreislauf) und „Krähe“ (Klage) – Symbol für endlose Sehnsucht.
Orte: Der „Musenhain“ (heiliger Inspirationswald) wird zu wildem, leblosem Gestrüpp – Bild für undurchsichtige Heiligkeit.
Hauptthema
Taubheit und Trübheit verschmelzen: Alles bleibt undeutlich, Appelle prallen ab – wie eine süße, aber unerreichbare Ferne.
Stilmittel
Bilderketten ziehen den Perzipienten hinein wie eine Hypnose.
Klänge: Viele Töne wiederholen sich (Trüb-/Taub-), als würde man es hören.
Widersprüche: Ursache und Wirkung vertauschen sich endlos, alles verharrt in vielschichtiger Verschleierung.
Gesamteindruck
Frohweins Werk zeigt Liebe - nach antiken Modellen mit Eros als leidenschaftlichem und Agape als altruistischem Motiv - als einen am Ende undurchdringlichen Wald. Indes verhallt selbst die Glut des sinnlich-erotischen Lockrufes – fernab agapischer Sanftheit – im ungreifbaren Nebel. Sprache verhallt und so verbinden sich alte Mythen mit moderner Kunst zu nachdenklicher Unlösbarkeit.