Müdigkeit im Loop
Die Augenlider flattern schon wie defekte Bildschirme,
Bilder rasen vorbei, ein endloser Schnellzug aus Farben und Gesichtern,
kein Halt, kein Atmen dazwischen,
nur der nächste Frame, der nächste Schock, der nächste Like.
Das Gehirn knirscht wie ein alter
Prozessor,
sortiert Wahrheit von Lüge, echt von Fake,
jeden Tag ein bisschen mehr Pixelmüll,
bis es nur noch Rauschen hört
und nicht mehr weiß, was es glauben soll.Die Seele sitzt in der Ecke,
hat den Versprechungen so oft die Hand gereicht –
„Nur noch ein Video,
nur noch ein Swipe, dann wird alles gut“ –
und merkt jetzt:
die Hand ist leer,
und die Seele ist leerer als zuvor.Das Smartphone liegt schwer in der Handfläche,
nicht vom Gewicht des Glases,
sondern vom Gewicht all der Benachrichtigungen,
die es nie selbst geschrieben hat
aber trotzdem durch die Adern pumpt.Und doch –
vielleicht wäre die größte Kraftreserve
die, die man gar nicht erst verbraucht. Einfach das Ding hinlegen.
Nicht greifen.
Nicht entsperren.
die Seele streckt sich wie nach langem Schlaf,
und die Hand –
die Hand ist plötzlich wieder leicht genug,
um einen echten Menschen zu halten.
Nicht scannen. Dann atmen die Augen wieder frei,
das Gehirn schweigt endlich mal,

Die Augenlider flattern schon wie defekte Bildschirme,
Bilder rasen vorbei, ein endloser Schnellzug aus Farben und Gesichtern,
kein Halt, kein Atmen dazwischen,
nur der nächste Frame, der nächste Schock, der nächste Like.
Das Gehirn knirscht wie ein alter
Prozessor,
sortiert Wahrheit von Lüge, echt von Fake,
jeden Tag ein bisschen mehr Pixelmüll,
bis es nur noch Rauschen hört
und nicht mehr weiß, was es glauben soll.Die Seele sitzt in der Ecke,
hat den Versprechungen so oft die Hand gereicht –
„Nur noch ein Video,
nur noch ein Swipe, dann wird alles gut“ –
und merkt jetzt:
die Hand ist leer,
und die Seele ist leerer als zuvor.Das Smartphone liegt schwer in der Handfläche,
nicht vom Gewicht des Glases,
sondern vom Gewicht all der Benachrichtigungen,
die es nie selbst geschrieben hat
aber trotzdem durch die Adern pumpt.Und doch –
vielleicht wäre die größte Kraftreserve
die, die man gar nicht erst verbraucht. Einfach das Ding hinlegen.
Nicht greifen.
Nicht entsperren.
die Seele streckt sich wie nach langem Schlaf,
und die Hand –
die Hand ist plötzlich wieder leicht genug,
um einen echten Menschen zu halten.
Nicht scannen. Dann atmen die Augen wieder frei,
das Gehirn schweigt endlich mal,
