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Feedback jeder Art Nebel

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  • Arvid Nacht
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Allumfassende, betörende Leere.
Jede Sekunde jeden Tages,
Füllen sie meinen Kopf
Mit noch so wichtigen Nichtigkeiten.

Allumgreifende, verzehrende Leere.
Nie endend,
Dröhnt die Stille in meinem Geist,
Omnipräsent – ungreifbar.

Allumgebende, ausfüllende Leere.
Immer da,
Nie allein,
In der erdrückenden Einsamkeit.

Wie Nebel, dichtes Wabern,
Nicht zu fassende Schleier –
Verschlingen sie mich.

Meine Gedanken – wie Nebel.
 
Servus Franziska

Vielleicht ist es genau diese Leere, die sich nicht füllen lässt, weil sie selbst ein Raum ist, der uns formt. Sie liegt zwischen den Sekunden, in denen wir so tun, als wären wir ganz, und den anderen, in denen wir merken, wie dünn die Grenze ist zwischen Denken und Verschwinden.
Ich kenne dieses Dröhnen, das keine Stimme hat und trotzdem alles übertönt. Dieses Schweigen, das sich wie ein zweiter Körper an einen legt, warm und kalt zugleich. Manchmal glaube ich, es sei nur Nebel, ein vorüberziehendes Wabern, aber dann bleibt er doch, dichter als zuvor, und ich bewege mich darin wie jemand, der seine eigenen Umrisse verloren hat.

Vielleicht ist es nicht die Leere, die uns verschlingt, sondern das, was wir in ihr zu erkennen glauben. Ein Schatten, der sich ausbreitet, weil wir ihn nicht benennen können. Ein Zeichen, das sich weigert, klar zu werden. Und doch - irgendwo darin liegt eine Art Ordnung, eine stille Erinnerung daran, dass auch Nebel aus etwas besteht, das sich bewegt.
Wenn deine Gedanken Nebel sind, dann vielleicht nur, weil sie noch nicht wissen, welche Form sie annehmen wollen. Und vielleicht ist es genug, sie einfach ziehen zu lassen, bis sie sich selbst klären.
 
  • Arvid Nacht
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