Aktuelles
Gedichte lesen und kostenlos veröffentlichen auf Poeten.de

Poeten.de ist ein kreatives Forum und ein Treffpunkt für alle, die gerne schreiben – ob Gedichte, Geschichten oder andere literarische Werke. Hier kannst du deine Texte mit anderen teilen, Feedback erhalten und dich inspirieren lassen. Um eigene Beiträge zu veröffentlichen und aktiv mitzudiskutieren, ist eine Registrierung erforderlich. Doch auch als Gast kannst du bereits viele Werke entdecken. Tauche ein in die Welt der Poesie und des Schreibens – wir freuen uns auf dich! 🚀

Nur Kommentar Nicht liebenswert

Der/die Autor/in wünscht sich Rückmeldungen zum Inhalt des Textes und möchte keine Textkritik.
  • Kristin Hennemann
    letzte Antwort
  • 3
    Antworten
  • 68
    Aufrufe
  • Teilnehmer
Ich entwinde mich deinen Armen, entweiche deinem Blick, ignoriere deine Rufe und kehre dir den Rücken zu.
Als ich mich in die Tiefe stürze schreist du auf, verzweifelt greifen deine Hände meine Handgelenke.
Ich wünsche, dass du loslässt.
Lass mich fallen, kehre um, verlass mich! -Schreit mein Körper.
Ich kämpfe gegen den Halt den du mir gibst, kämpfe gegen die Sicherheit die du hervorrufst.
Hass mich -flüstere ich als ich endlich in deine lieben Augen blicke.
Hass mich und sag mir das ich Recht habe -flehe ich nun wimmernd.
Doch du schüttelst nur lächelnd den Kopf und ziehst mich zu dir hoch in deine Arme.

/Nicht liebenswert/
 
Hallo @Kristin Hennemann ,
ich kann mich @Jillianx3 nur anschließen: Der Text ist wirklich wunderschön geschrieben. Der Text bewegt mich zudem, weil er mich an paar Erlebnisse erinnert, in denen ich ungefähr dasselbe erlebte: Einerseits war es der Drang, mich selbst aufgeben zu wollen, andererseits war es auch der Halt, den ich wollte.

Allein der Satz "Hass mich -flüstere ich als ich endlich in deine lieben Augen blicke" löst in mir was aus. Wie groß muss der Schmerz in einem sein, dass man gewillt ist, den Hass zu nehmen und die Liebe aufzugeben, nur damit das Leiden endlich aufhört. Vielleicht ist es auch der Grund, warum ich so melancholisch schreibe. Vielleicht ist es auch der Grund, warum ich so melancholisch lebe: Ich habe die Liebe, die mir geschenkt wurde, durch Hass ersetzt, nur damit ich bisschen atmen konnte. Mir ging es in diesem Moment nicht um Hass, mir ging es in diesem Moment primär um Erlösung. Es ging mir darum, ein bisschen und freier zu leben. Und vielleicht war das eine Entscheidung, die dafür sorgte, dass man mehr gehasst, als geliebt wird.

Verzeih' mir, wenn ich das Thema komplett verfehlt und den Text missverstanden habe. Nichtdestoweniger ist es ein wunderschöner Text, den ich sehr gerne gelesen habe.

Liebe Grüße aus dem Eurocity nach Berlin
Marc 🙂
 
@Jillianx3
Liebe Jil,
danke für deine Worte, ich weiß sie sehr zu schätzen.
Liebe Grüße
Kristin

@Marc Donis
Hallo Marc, es freut mich das du dich von meinem Text gesehen gefühlt hast das ist genau das, was ich mit dem Schreiben erreichen möchte.
Das Schöne finde ich immer, dass so viel Raum für Interpretation bleibt und jede/r sich eigene Gedanken und Assoziationen dazu machen kann und somit garkeine Fehlinterpretation für mich möglich ist.
Ich hoffe, dass du mittlerweile die Liebe annehmen kannst die dir geschenkt wird.

Für mich persönlich bedeutet der Text der Versuch, sich seinen eigenen tiefen inneren Glauben, nicht geliebt werden zu können, zu beweisen, indem man bewusst und unbewusst gegen die Liebe ankämpft, da man dieser nach eigener Überzeugung eh nicht würdig sei. Der Gegenpart spiegelt dabei für mich die erste Person wieder, die das nicht zulässt und einen auffängt.
Liebe Grüße
Kristin
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Kristin Hennemann
    letzte Antwort
  • 3
    Antworten
  • 68
    Aufrufe
  • Teilnehmer

Zufällige Themen

Zurück
Oben