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Feedback jeder Art Ohne Zeugen

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  • Driekes
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Nachklang einiger Antworten auf ‚Falsches Streben‘ (@Anaximandala ).

Such Halt im Wort. Schreib,
wie einer, der nichts mehr beweisen muss.
Ein Satz sammelt sich
wie Nacht an einem Fenster.
Schreib ohne Blick zurück,
ohne Zeugen, fern vom flüchtigen Licht.
Finde in deinen Zeilen
den Stand, der bleibt,
wenn alles andere schweigt.

Lass die Welt reden.
Sie macht Großes klein
und füttert das Kleinste,
bis es Schatten wirft.
Lass sie.
Schreib dagegen an –
und geh mit deinen Versen weiter
durchs Halbdunkel,
wo Stille schärfer klingt
als jedes Lob.


Coda (Notat):
Ohne Zeugen.
Ein Satz im Dunkel.
Kein Zuruf. Kein Trost.
Nur Arbeit am Wort.
Stille, die schneidet.
 
Hallo Driekes,
meine Gedanken zu Deinen schönen Zeilen:

Wie ein kleines Licht in der Dunkelheit
sind Worte, die, in Zeilen
verbunden, sich aneinanderreihen,
Herz und Sinn berühren,
vieles leichter machen
was sich im Tagesgeschehen,
auf das Gemüt legt,
wie ein Schatten
aus einer fremden Zeit.

Es strahlt
durch alle Wirrungen hindurch,
lässt innehalten und Ruhe verspüren.
Indem man es behütet
und weiterträgt,
bringt es
ein kleines Stück Hoffnung zurück.

Wir schreiben, um loszulassen was bedrückt, die eigene Freude, Gedanken und Fantasie weiterzutragen.
Irgendwo werden diese von irgendjemandem aufgefangen.
Liebe Grüße
Chilicat
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe @Chilicat,

danke dir für deine Gedanken – und für dein eigenes kleines „Antwortgedicht“.
Mir gefällt, wie du aus meinen eher kühlen Zeilen ein behütetes Licht machst:
Schatten, fremde Zeit, und trotzdem etwas, das man weiterträgt.

Mein Text kommt eher aus dem Bedürfnis nach Stand und Arbeit am Wort –
ohne Trostversprechen. Umso schöner, dass du darin trotzdem Ruhe und ein Stück Hoffnung findest.

Liebe Grüße
Driekes
 
  • Driekes
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