Was wissen wir von Nacht,
so lang die Sonne scheint?
Wie Kinder ruhen wir in ihrem Scheinen
und hoffen, sie sei nicht des Tages Feind.
Sie sei viel mehr
sein Mutterleib,
sein dunkelblaues Keimen.
Und wir inmitten, ausgehöhlt darin,
Flöten aus lebendem Gebeine,
geformt aus lichtverliebtem Sinn,
und Gottes Atem tut
das Seine.
So klingen wir dahin
zurück ins All,
ins Nichts,
ins
Eine.
Ach Nacht,
Ding, das niemand in Händen halten kann,
und doch liegst du auf jedem Tisch,
an dem ein Mann
alleine sitzt.
Du Finsternis,
du Wasser, aus dem Sterne trinken.
Wer will allein in dir versinken?
Ich aber fürchte mich.
Angstlos sind wohl nur die Blinden.
Sie wissen,
wo die Nacht beginnt
und alles Anschauen endet,
wird alles außen unbestimmt,
nach innen hin gewendet.
Und eine Sehnsucht wirft ihr Kleid
ins Finstersein wie eine Blüte,
die sich nachtlings öffnet weit,
und was sie treibt,
ist nicht die Wirklichkeit,
ist Mythe —
Gesang vom Anfang her der Zeit.
Die Schattenmaid, verfrühte
Gegenwart
der Dunkelheit.
text D
Musik KI
so lang die Sonne scheint?
Wie Kinder ruhen wir in ihrem Scheinen
und hoffen, sie sei nicht des Tages Feind.
Sie sei viel mehr
sein Mutterleib,
sein dunkelblaues Keimen.
Und wir inmitten, ausgehöhlt darin,
Flöten aus lebendem Gebeine,
geformt aus lichtverliebtem Sinn,
und Gottes Atem tut
das Seine.
So klingen wir dahin
zurück ins All,
ins Nichts,
ins
Eine.
Ach Nacht,
Ding, das niemand in Händen halten kann,
und doch liegst du auf jedem Tisch,
an dem ein Mann
alleine sitzt.
Du Finsternis,
du Wasser, aus dem Sterne trinken.
Wer will allein in dir versinken?
Ich aber fürchte mich.
Angstlos sind wohl nur die Blinden.
Sie wissen,
wo die Nacht beginnt
und alles Anschauen endet,
wird alles außen unbestimmt,
nach innen hin gewendet.
Und eine Sehnsucht wirft ihr Kleid
ins Finstersein wie eine Blüte,
die sich nachtlings öffnet weit,
und was sie treibt,
ist nicht die Wirklichkeit,
ist Mythe —
Gesang vom Anfang her der Zeit.
Die Schattenmaid, verfrühte
Gegenwart
der Dunkelheit.
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Musik KI