SCHÖNHEIT UND ERNST
Eberswalder Elegie Nr. 6
Und wehe den Göttern. Was soll‘ ich begründen.
Ich liebe den Engel. Doch lieb‘ ich dich nicht.
Die Wahrheit entspricht schon alleine den Sünden.
So nimmt mir der Kummer bekanntlich die Sicht.
Und wehe den Göttern. Was hab‘ ich empfunden.
Ich trage schon Rosen. Die wirken verdorrt.
Wer liebt schon vergeblich. Alleine für Stunden.
So kann ich nicht lieben. Verbleibt das ein Wort…
Und wehe den Göttern. Was soll‘ ich begründen.
Die Schönheit sieht alles. Doch tötet der Ernst.
Erzähl‘ mir, mein Engel. Von Trauer und Sünden.
Bevor du mein Herze. Mal wieder entfernst.
Und wehe den Göttern. Was soll‘ ich begründen.
Ich fliehe vor meiner. So find‘ ich nie Heim.
So wenn wir am Grabe, mein Engel, nur stünden.
Dann wiegt uns die Schönheit der Rosen lieb ein…
Und wehe den Göttern. Was soll‘ ich begründen.
Und zöger‘ ich wieder. Im Herzen bleibt’s kühl…
So bin ich nicht sicher, durch Wehmut und Süße.
Doch fehlt auch der Name für dieses Gefühl.
So wehe den Göttern. Wie soll‘ ich noch lieben.
Die Tränen wie Seiden. Zermürbend und weich.
Verzeih‘ mir, denn ist mir ein Leben geblieben.
Recht seltsam erscheint mir der Lebensbereich.
Und wirken selbst Herzen mitnichten gediegen.
Und sterbe ich wieder. Im Namen der Kunst.
Auch wenn wir im Grabe, ich denke, nun liegen.
So starben wir Schöne grundsätzlich durch uns.
So wehe den Göttern. Wie soll‘ ich noch lieben.
Wie ist mir das Fühlen mitnichten bekannt.
Dem Toten sind schließlich Gedanken geblieben.
Und denen, die leben. Die Nächte. Das Land…
Und wirken selbst Herzen mitnichten gediegen.
Doch zöger‘ ich wieder. Bei diesem Gefühl.
Und werd‘ ich durch Lyrik und Liebe erliegen.
Denn ist mir der Sommer mal wieder zu kühl…
Und wehe den Göttern. Wie soll ich noch leben.
Sodass ich, ich denke. Den Namen vernahm.
Ich möchte dem Fühlen, ein‘ Namen nun geben.
Ein‘ schönen und ernsten. So sei es doch: Gram…
27.02.2026
Eberswalde / Barnim
Eberswalder Elegie Nr. 6
Und wehe den Göttern. Was soll‘ ich begründen.
Ich liebe den Engel. Doch lieb‘ ich dich nicht.
Die Wahrheit entspricht schon alleine den Sünden.
So nimmt mir der Kummer bekanntlich die Sicht.
Und wehe den Göttern. Was hab‘ ich empfunden.
Ich trage schon Rosen. Die wirken verdorrt.
Wer liebt schon vergeblich. Alleine für Stunden.
So kann ich nicht lieben. Verbleibt das ein Wort…
Und wehe den Göttern. Was soll‘ ich begründen.
Die Schönheit sieht alles. Doch tötet der Ernst.
Erzähl‘ mir, mein Engel. Von Trauer und Sünden.
Bevor du mein Herze. Mal wieder entfernst.
Und wehe den Göttern. Was soll‘ ich begründen.
Ich fliehe vor meiner. So find‘ ich nie Heim.
So wenn wir am Grabe, mein Engel, nur stünden.
Dann wiegt uns die Schönheit der Rosen lieb ein…
Und wehe den Göttern. Was soll‘ ich begründen.
Und zöger‘ ich wieder. Im Herzen bleibt’s kühl…
So bin ich nicht sicher, durch Wehmut und Süße.
Doch fehlt auch der Name für dieses Gefühl.
So wehe den Göttern. Wie soll‘ ich noch lieben.
Die Tränen wie Seiden. Zermürbend und weich.
Verzeih‘ mir, denn ist mir ein Leben geblieben.
Recht seltsam erscheint mir der Lebensbereich.
Und wirken selbst Herzen mitnichten gediegen.
Und sterbe ich wieder. Im Namen der Kunst.
Auch wenn wir im Grabe, ich denke, nun liegen.
So starben wir Schöne grundsätzlich durch uns.
So wehe den Göttern. Wie soll‘ ich noch lieben.
Wie ist mir das Fühlen mitnichten bekannt.
Dem Toten sind schließlich Gedanken geblieben.
Und denen, die leben. Die Nächte. Das Land…
Und wirken selbst Herzen mitnichten gediegen.
Doch zöger‘ ich wieder. Bei diesem Gefühl.
Und werd‘ ich durch Lyrik und Liebe erliegen.
Denn ist mir der Sommer mal wieder zu kühl…
Und wehe den Göttern. Wie soll ich noch leben.
Sodass ich, ich denke. Den Namen vernahm.
Ich möchte dem Fühlen, ein‘ Namen nun geben.
Ein‘ schönen und ernsten. So sei es doch: Gram…
27.02.2026
Eberswalde / Barnim