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Feedback jeder Art Slawistenherz

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  • Marc Donis
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SLAWISTENHERZ
Mes cercueils sont des laboratoires.
Mes étoiles sont des lampes UV.
Et mes dossiers de laboratoire sont des poèmes.


Ich glaube, ich würde mein Dasein auch geben.
Damit ich Slawistik, mein Vater, studier‘.
Beschreiben nun tausend von Seiten mein Leben.
In dem ich mich leise. Doch sicher verlier‘.
Ein Feigling will leben, ein Dichter bloß Leben.
So weiß ich, wie jedoch die Erde hier schmeckt.
Und wenn sich die Träume wie Tauben erheben.
So hab‘ ich mich, Vater. Vor Wahrheit versteckt.

Ich konnte das Wahre, mein Vater. Nicht dulden.
So hab‘ ich gelogen. Und log ich und log.
Begleicht nur das Sterben am Ende die Schulden.
Verzeih‘ mir, dass ich mich im Leben verbog.
Ich fand‘ halt im Leben mitnichten den Frieden.
So hab‘ ich mein Herze zum Leben missbraucht.
So sind auch Verwandte, mein Vater, verschieden.
Und fühl‘ ich mich einfach von keinem gebraucht.

Ich glaube, ich würde mein Dasein auch geben.
Damit ich Slawistik, mein Vater, hier lehr‘.
Ich kenne die Straßen, doch träume vom Eden.
Und weiß ich, gehör‘ ich bloß, einfach nicht her.
Auch wenn wir nicht lange hier leben und weilen.
Wir leben, doch scheint es mir langsam umsonst.
Verbrennt dann Gedichte und Verse und Zeilen.
Weil du halt den Frieden dann gar nicht bekommst.

Ich glaube, ich würde mein Dasein auch lassen.
Damit ich Slawistik, mein Vater, versteh‘.
Und wenn wir dann morgen für immer erblassen.
Dann fallen wir nieder. Zum Boden als Schnee…
Slawistik ist jedoch kein Zeichen von Schwäche.
Das Betteln und Leben für Schönheit macht reich.
Und wenn ich dann baldig durch deiner zerbreche.
Ein Vater und Sohne sind trotzdem nie gleich…

Ich glaube, ich würde mein Dasein auch geben.
Damit ich das Leiden für immer verlass‘.
Denn zwischen den Proben und Stoffen und Seren.
Da find‘ ich mitnichten und niemals mein‘ Platz.
Ich glaube, ich würde mein Dasein auch geben.
Damit ich mich wieder nun endlich erkenn‘.
Beschreiben nun tausend von Seiten mein Leben.
Sodass ich sie gerne für immer verbrenn‘…
So dürfen Gedichte, die schrieb‘ ich, nicht bleiben.
Denn ohne mich sterben sie leider komplett.
Sie würden wie Wellen auf Wässern nur treiben.
Und wäre das alles, ich denke, nicht wert…

Und lass‘ ich nicht gerne, die Lyrik, hier sterben.
Und sterben die Verse, dann sterb‘ ich auch samt.
Doch kann man kein Leben im Leben erwerben.
Und sei‘ ich für Lügen und Lyrik verdammt.
Entfremden mich Taten und Worte und Zimmer.
Ich habe mich selber zum Lügen missbraucht.
Die Lyrik ist sterblich, doch Liebe bleibt immer.
So hab‘ ich mich gar nicht, mein Vater, gebraucht.
Ich glaube, ich würde mein Dasein auch geben.
Damit ich Slawistik, mein Vater, studier‘.
Und lass‘ ich auch baldig, ich denke, mein Leben.
So schreibt dann an Häuser: „Der Junge war hier…“

04.02.2026
Berlin Biesdorf-Süd
 
  • Marc Donis
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