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  • Marc Donis
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SOMMERZEITTRAUER
Elegie

Wer glaubt schon, mein Engel, seit Jahren ans Leben.
Und ist mir der Sommer schon wieder zu kalt.
Und wenn ich nicht lebe. Dann muss ich wohl sterben.
Ich malte die Liebe. Doch hab‘ mich vermalt…
Wer glaubt schon, mein Engel, seit Jahren ans Leben.
Ich misse die Häfen. Das Schäumen vom Meer.
Doch kann ich nichts vieles, du Schöne, bestreben.
Denn leb‘ ich seit Jahren. Seit Stunden nicht mehr…

Wer glaubt schon, mein Engel, seit Jahren ans Leben.
Verblühen die Flieder, die schweigen im Sand.
Und weinst du schon wieder durch meiner die Tränen.
Doch hab‘ ich die Tränen mitnichten erkannt…
Wer glaubt schon, mein Engel, seit Jahren ans Leben.
Denn schlagen die Herzen seit Tagen bloß falsch.
Und sind wir nicht Götter. So lass‘ uns doch sterben.
Ich trag‘ schon die Kummer im Herzen bereits.

Wer glaubt schon, mein Engel, seit Jahren ans Leben.
Und wenn wir mal sterben. Dann war das umsonst.
Und sagt schon die Mutter: „Du müsstest halt beten.
Weil schließlich du Tage zum Leben bekommst…“
Doch sag‘ mir, mein Engel. Was soll mir das bringen.
Wir leben, doch gibt es im Herzen kein Sinn.
Wenn Sommer und Nächte mein Körper durchdringen.
Dann weiß ich mal wieder. Dass lebend ich bin…

Wer glaubt schon, mein Engel, seit Jahren ans Leben.
Und miss‘ ich die Meere. Das Schweigen im Wind.
Die Strände und Palmen. Die schließlich sich heben.
Die Sterne, die zeigen. Wer immer wir sind.
Das Leben klingt sanfte, doch sterben klingt schöner.
Was bringt mir als Toten. Mein letztes Gedicht.
Der Selbsthass erscheint mir als wahrer Versöhner.
Und lieb‘ ich das Leben. Doch eigentlich nicht…

Das Leben klingt sanfte, doch sterben klingt wahrer.
Ein bisschen erfahren. Ein bisschen durchlebt.
Wann werden doch endlich die Himmel hier klarer.
Damit dann auch wieder mein Herze hier schlägt…
Wer glaubt schon, mein Engel, seit Jahren ans Leben.
Denn bin ich vom Kummer und Trauer geprägt.
Und wenn ich nicht lebe. Dann muss ich wohl sterben.
Wobei mich die Wolke mitnichten mehr trägt…

Wer glaubt schon, mein Engel, seit Jahren ans Leben.
Und wein‘ ich die Tränen, mein Engel, auch nun…
Und wenn ich nicht lebe. Dann muss ich wohl sterben.
Denn irgendwas muss ich als Mensche ja tun…
So glaub‘ ich, mich hat schon der Kummer bestohlen.
Und lieb‘ ich das Leben. Doch eigentlich nicht…
Verbrennt schon Gedichte. Und lasst sie auch kohlen.
Doch hass‘ ich mich, Engel. Und dieses Gedicht…

21.02.2026
Berlin Biesdorf-Süd
 
  • Marc Donis
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