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Feedback jeder Art Stiller Zeuge

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Stiller Zeuge

Ringsum gellt lautes Kriegsgeschrei,
der alte Baum, er bleibt still stehen.
Denn alle Kriege gehn vorbei,
sehr viele hat er schon gesehen.

Und über keinen je ein Wort verloren,
er lässt die Dinge stumm geschehen.
Er ist vor tausend Jahren still geboren
und wird in tausend Jahren still vergehen.


(HL)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo @Zaungast73,

ein schönes Werk zur Ankunft hier! 🙂

Das alte Thema der ewigen Bäume hast du hier hübsch und knapp verpackt, ohne dass es langweilig wirkt.

Kleine aktuelle Anekdote, die ich passend finde:
In Potsdam wurden gerade erst ein paar 150 Jahre alte Buchen gefällt, weil sie durch Trockenstress leider erkrankt waren.
Damals gehörte die Gegend zum sowjetischen "Militärstädtchen Nr. 7", sodass in einigen der Bäume viele Schnitzereien/Einritzungen der damaligen Soldaten in kyrillischer Schrift zu finden sind.
Einer der Stämme wird deshalb zukünftig in einem Museum als Stück der Zeitgeschichte ausgestellt.
 
lieber zaungast,

ich mag es, wie du zeitgeschichte fast als *randgeschehen* um den baum herumpackst. hier liegt das augenmerkt nicht auf den kriegen, sondern auf dem lebendigen holz und deutet im weiteren sinne darauf hin, wie die menschheit kommen und gehen wird, aber die natur bzw. die welt überdauert.

ein klein wenig gestört hat mich das viermalige *still* in den acht versen. auch wenn es die schweigsamkeit des baumes betont, könnte es doch wenigstens einmal (nach meinem geschmack entweder in vers 2 der ersten strophe oder in vers 2 der zweiten strophe) variiert werden. *stumm* wäre z. b. ein guter ersatz. aber das ist natürlich nur mein empfinden und deshalb nur als anregung zu verstehen.

sehr gern gelesen. 😊

liebe grüße
sofakatze
 
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