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Feedback jeder Art Teil l. Die goldene Naht der Sanftmut (2.Fortsetzung)

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2.Fortsetzung -
Die Metamorphose der Milde

Der Absturz des Bauernzar war keineswegs mit Grobheit versehen.
Man würde ihn eher als erlöst und gelassen ansehen. Und so fiel er in einer gelösten Ruheposition in den Graben der Wesensveränderung.
Der Graben der Wesensveränderung war ein nobler Ort. Der Ort lässt all deinen schlechten Charakter fort. Man erwacht als engelhafter Knabe und erhält so die Gabe, bei allen Leuten zu entfächern ein freudiges Lachen zu ihrer Habe.

Und so kam es, dass aus dem Bauerngrobist ein Bauer der Großmütigkeit entstanden ist. Er erhob sich und seine Haltung wurde eine fließende Silhouette, nicht mehr dieses hastige Tier in Kette.

Dort, wo er ging, hinterließ er eine Blumenwiese, geprägt von der Sorglosigkeit des weißen Riesen.
Seine Arme setzte er sanft und fließend zur Geltung, als Freiheit des Bauernzar, dienend der Vergeltung.

Das Erste, was er machte, diente den Mitarbeitern, und dabei er lachte.
Als sachte Gabe legte er einen reichlich gedeckten Tisch zur Labe. Er ließ alle feiern und tanzen und wackelte dabei selbst sanftmütig mit seinem Ranzen.
Eine Partyszenerie Deluxe, eine allumfassende Karaoke als Remix.
Und so zerfloss alle Argwohnheit zur Entlastung aller wieder aufkeimenden Lebendigkeit.

Der Bauer war jetzt hoch angesehen. Die Leute gaben ihm das mit einem Lächeln zu verstehen. Nun arbeitete er auch am Felde mit; dieses positive Engagement hebelte den Gesamtertragsschnitt. Seine Natur stand so über allem, als positiver Zukunftswandel nach vorne karrend.

Derweil hatte der Schneider das Himmelszelt erreicht. Figuren der Göttlichkeit ihm zur Seite geweicht. Sie bezirzten ihn in voller Manier, seine kleidenden Stoffe als Anhang zu ihrer Gier.

Der Allmächtige erschien und beorderte ihn, seidene Kleidung zu nähen für alle himmlischen Koryphäen. Und so wurde er vom Wind wieder heimwärts getragen zur Erde, da wo er einst heranwuchs, getrieben, zum Schneidernden zu werden.

Dort zu Hause angekommen, nähte er wie noch nie zuvor. Himmlische Gewänder mit goldener Seide empor. Er verlor dabei keine Sekund, das Paradies zu legen in seinen Mund. Wusste er doch genau, abzuschließen diese Hommage verschaffte ihn in eine paradiesische Rage, die sich eröffnen würde bei dessen Courage.

Der Bauer erschien plötzlich zur Mittagszeit, zum Auftakt einer neuen Ära bereit. Er zog bedankend seinen Hut, mit Leichtigkeit verschwand seine üppige Wut.

"Hallo mein Herr! Allem Terror, der dir begegnet, ich meine Hand über die deine leget. Dieser Sturz in diese Grube gibt mir jetzt dieses Gefühl dieses Engelsbube. Dafür werd ich dir ewig dankbar sein, meine gutmütige Hand auf deinen Heiligenschein."

Der Schneider: "Eure Gutmütigkeit zu Ehren! Es war immer ein Teil Eurer Eigenheit, sich zu wehren. Dieser Teil schlummerte immer in Euch in heiliger Obdach, nur der dominante Part ging auf Höllenkrach. Dieses Zinnober, dieses Schäumen über, ist bloß der verletzte Teil eines Mannes, der als Kind gepeinigt gesäumt wurde und in allen Albträumen verträumt gemordet."

Der Bauer: "Allen früheren Geschehnissen zum Trotze, geh ich jetzt zur Arbeit hin und glotze. Um allem zu geben einen Lauf, der über allen menschlichen Schatten wirft darauf einen Vollendetheitslauf der Größenherrlichkeit als Obrigkeit obenauf."

Der Schneider: "Ja, die Arbeit als Passion, zur Leidenschaft herangezogen dieser Sohn. So innewohnt eine lodernde Flamme, die die Unsterblichkeit säume. So schick mir, guter Freund, in all deinen Träumen ein Lächeln fort. Dass wir gemeinsam bestreiten die Zukunft, so geben wir Stolzheit unserer Manneszunft."

Und so gaben sie sich die Hand als Zeichen ihres gemeinsamen Freundschaftsbands.

3.Fortsetzung - das Finale Teil I. - folgt

„Ein herzliches Willkommen an alle, die den Weg des Schneiderleins und des Bauernzar hier auf Poeten.de so aufmerksam begleiten. Es ist schön zu sehen, dass die Suche nach der ‚goldenen Naht‘ so viel Resonanz findet."
 
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