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Feedback jeder Art Wo die Kälte sie findet

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Am Grabenrand beginnt es –
leise genug, um übersehen zu werden.
Schneeglöckchen –



Wo die Kälte sie findet:

Am Grabenrand.
Nasser Atem. Erde.

Ein heller Kopf,
ohne Stimme,
im Wintertakt.

Den Hals gebeugt
steht sie.
Beharrlich.

Mehr braucht es nicht:

Ein Aufscheinen,
das nicht auffallen will,
nur auftaucht,
wo die Kälte noch spricht.

Wer genau hinsieht,
spürt, wie etwas ansetzt –
noch bevor es sichtbar wird.

Ein kaum merkliches Aufhellen
im feuchten Nebel,
ein Atemzug,
der nicht laut sein will
und doch den Winter verschiebt.

So erwacht sie,
ohne Wärme zu fordern,
unter einem niedrigen Himmel.

Ihr Blühen geschieht
im stillsten Moment des Jahres –
für die,
die stehenbleiben.

Und während sie steht,
halten ihre Wurzeln fest
an dem, was von Erde
und Licht bleibt.

Der Wind neigt ihren Kopf,
doch nimmt er sie nicht mit.

Sie kennt die Kunst,
ohne Eile zu bestehen,
zu blühen ohne Drang,
etwas beweisen zu müssen.

Bis die Jahreszeit sie ruft
und sie zurückkehrt
in den Boden,
nachgibt ohne Kampf.

Nicht als etwas,
das verschwindet,
sondern als etwas,
das seinen Platz kannte.

Eine Blume, die wusste:
dass ihr Dasein genügte.
 
Hallo Driekes

Unter dem Rest von Schnee
Guckt manches hervor
Schneeglöckchen und Krokus
Strecken sich empor
Der eisigen Kälte entgegen
Irgendwie verwegen
Doch der Frühling naht
Und die Sonne hat Kraft
Das kleine Leben hat es geschafft

Der Winter gibt den Takt vor, wie du schreibst und zeichnest ein frostig eisiges Bild. Doch die Kraft der Natur sprengt den Rahmen, verleiht sich blumigen Ausdruck. Ein Ausdruck unbändigen Willens, ein Triumph des Lebens und dann ein Verschwinden in leisen Tönen.

Sehr gern gelesen!
LG Teddybär 🐻
 
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