SCHNEETESTAMENT
Und will mich der Winter doch ständig verdrängen.
Doch kommt halt dein Sohne nun nimmer zurück.
Und während die Träume an Bäumen still hängen.
Was ist schon die Schönheit, oh Mutter, vom Glück.
Doch will mich der Winter im Schneefall ertränken.
Doch lass‘ ich dir Spuren, oh Mutter, im Schnee.
Die bleiben als Andacht, die will ich dir schenken.
Die schenke ich deiner, wenn schließlich ich geh‘…
Und hat mich der Winter wie immer verschlagen.
Verzeih‘ mir, oh Mutter. Ich weiche schon fort.
Wer will wohl ein Dichter als Sohn auch ertragen.
Doch scheint mir das Leben im Grunde ein Wort.
Und will mich der Winter schon wieder vertreiben.
Wenn trostlos der Kummer als Schneefall gedeiht.
So hab‘ ich kein Anrecht und will ich nicht bleiben.
Und misst nun ein Herzschlag das rinnen der Zeit.
Und will mich der Winter doch ständig entweichen.
Und lauf‘ ich mit Puschkin im Himmel verwegt.
Auch dichtet Jessenin dann zwischen den Eichen.
Doch hab‘ ich dir Spuren zum Abschied gelegt.
Und will mich der Winter doch ständig umarmen.
Doch jede Umarmung erscheint mir zu kalt.
Doch hat nur das Grabmal das letzte Erbarmen.
Das Grabe, das steht dann in Schattengestalt…
Und will mich der Winter doch ständig verdrängen.
Entfremdet mich weiter im Herzen der Schlag.
Auch wenn mich die Träume mein Leben verengen.
Dann weiß ich nicht wirklich, ob Winter ich mag…
Doch bleibst du, mein Vater für immer der Winter.
Ich glaube, ich seh‘ wohl nie wieder den Schnee.
Ich glaube, mein Können wird langsam nur minder.
Und weine nicht Mutter. Wenn schließlich ich geh‘…
04.01.2026
Berlin Biesdorf-Süd
Und will mich der Winter doch ständig verdrängen.
Doch kommt halt dein Sohne nun nimmer zurück.
Und während die Träume an Bäumen still hängen.
Was ist schon die Schönheit, oh Mutter, vom Glück.
Doch will mich der Winter im Schneefall ertränken.
Doch lass‘ ich dir Spuren, oh Mutter, im Schnee.
Die bleiben als Andacht, die will ich dir schenken.
Die schenke ich deiner, wenn schließlich ich geh‘…
Und hat mich der Winter wie immer verschlagen.
Verzeih‘ mir, oh Mutter. Ich weiche schon fort.
Wer will wohl ein Dichter als Sohn auch ertragen.
Doch scheint mir das Leben im Grunde ein Wort.
Und will mich der Winter schon wieder vertreiben.
Wenn trostlos der Kummer als Schneefall gedeiht.
So hab‘ ich kein Anrecht und will ich nicht bleiben.
Und misst nun ein Herzschlag das rinnen der Zeit.
Und will mich der Winter doch ständig entweichen.
Und lauf‘ ich mit Puschkin im Himmel verwegt.
Auch dichtet Jessenin dann zwischen den Eichen.
Doch hab‘ ich dir Spuren zum Abschied gelegt.
Und will mich der Winter doch ständig umarmen.
Doch jede Umarmung erscheint mir zu kalt.
Doch hat nur das Grabmal das letzte Erbarmen.
Das Grabe, das steht dann in Schattengestalt…
Und will mich der Winter doch ständig verdrängen.
Entfremdet mich weiter im Herzen der Schlag.
Auch wenn mich die Träume mein Leben verengen.
Dann weiß ich nicht wirklich, ob Winter ich mag…
Doch bleibst du, mein Vater für immer der Winter.
Ich glaube, ich seh‘ wohl nie wieder den Schnee.
Ich glaube, mein Können wird langsam nur minder.
Und weine nicht Mutter. Wenn schließlich ich geh‘…
04.01.2026
Berlin Biesdorf-Süd