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Feedback jeder Art Die letzte Schlacht

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  • Ralf T.
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Ja Ted,
so kann man
es sagen,
wohlan...
Die letzte Schlacht

Niemand hört die Zeit vergehen
Tick tack macht die Uhr
In Gesichtern kann man sehen
Zeit zieht eine tiefe Spur.

Es hilft kein Leugnen deiner Falten
Die Jugend ging fast über Nacht
Nun gehörst du zu den Alten
Zieh lächelnd in die letzte Schlacht.
...da wird die Schlacht geschlagen
und da wird man Sieger sein,
denn der eigene Tod,
holt einen dann ein,
und dieser kann
nicht persönlicher sein,
wenn das Leben ist geschafft
so hab' ich mir das mal gedacht,
das heißt, so würde ich das sehen,
tolles Ding Ted, gerne sinniert und gelesen.

LG Ralf
 
Hallo @Ralf

Diese "Schlacht" meint nicht nur den Tod als Schlussakkord im Leben, es meint das Alter an sich mit all seinen Widrigkeiten und Einschränkungen. Das Alter ist Herausforderung, Vergesslichkeit ist oft ein Thema, der körperliche Verfall, das Schwinden der Sozialkontakte. Das ist ein schleichender Prozess oft über viele Jahre.

Ich danke dir für deinen Beitrag und das Lob.
LG Teddybär 🐻
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber Teddybär,

dieses Gedicht überzeugt durch seine klare Sprache und starke, leicht verständliche Bilder. Der ruhige Rhythmus, der das unaufhaltsame Vergehen der Zeit spürbar macht, ist sehr gelunden. Der Schluss mit der letzten Schlacht verleiht dem Altern Würde und Haltung. Dein Gedicht wirkt nachdenklich, ehrlich und eindringlich.

Sehr gern gelesen.

Liebe Grüße
Fehyla
 
Hallo @Fehyla

Die Würde ist im Alter oft mit einem Fragezeichen versehen. Ich habe im Altersheim zum Teil den Umgang mit den betagten Menschen als ruppig erlebt. Aber es stimmt schon, das Personal ist knapp bemessen und die Alten fallen zur Last. Ein schwieriges Problem.

Dir sage ich herzlichen Dank und liebe Grüße!
Teddybär 🐻
 
Moin @Teddybär

dein Gedicht sagt es ohne Zucker: Zeit arbeitet leise, aber sichtbar –
und irgendwann hilft kein Leugnen mehr. „Die letzte Schlacht“ lese ich dabei
genau wie du es später erklärst: nicht nur der Tod, sondern der lange Kampf
mit Einschränkungen, Vergesslichkeit, dem Schrumpfen des Radius.

Was mir daran gefällt:
Du forderst kein Heldentum, nur Haltung.
Dieses „zieh lächelnd“ ist kein Happy-End-Lächeln, eher ein Trotzlächeln:
Ich gehe weiter, auch wenn’s mühsam wird.

Und ja – Würde ist im Alter oft nicht automatisch da, die muss man verteidigen:
durch Selbstrespekt, durch Humor, durch Menschen, die einen nicht nur „versorgen“,
sondern sehen. Genau darum passt dein Text in die Debatte, die da im Thread mitschwingt.

Würde ist nichts, was man bekommt – sie ist etwas, das man verteidigt.

LG, Driekes
 
Lieber @Driekes

Dein Kommentar ist eine schöne Abrundung zu dem was bereits gesagt wurde.
Ich gehe weiter, auch wenn’s mühsam wird
Genau das sagt meine Mutter mit über 80 Jahren auch: man darf sich nicht gehen lassen, man muss weitermachen so gut es geht ,wenn's auch schwerfällt.
Sie zeigt Haltung, hat Würde - ich bewundere sie. Und zum Glück hat sie alle Unterstützung durch mein Schwesterherz.

Dir mein Dank und lieben Gruß!
Teddybär 🐻
 
Hi Ted,
hab ich irgendwas Anderes gesagt...
es meint das Alter an sich mit all seinen Widrigkeiten und Einschränkungen.
...ich hab dir doch zugestimmt,
oder etwa nicht(?)...
Ja Ted,
so kann man
es sagen,
wohlan...
Die letzte Schlacht

Niemand hört die Zeit vergehen
...da wird die Schlacht geschlagen
...ich hab lediglich hinzugefügt,
das es einen Sieger gibt,
den man mit dem Tod bei sich dann sieht.
Das Alter ist Herausforderung,
Das sehe ich nicht so,
es ist nur für den eine Herausforderung,
der sich dadurch herausfordern lässt.
Das Alter ist Leben kurz vorm Tod
wobei "kurz" dabei relativ ist.
Was einen erwartet weiß man,
wenn man sich rechtzeitig
damit auseinandersetzt
und wenn man sein Leben
darauf einstellt geht es auch.
Vergesslichkeit ist oft ein Thema,
Ist es sowieso...das Kurzzeitgedächtnis lässt nach, bei jedem.
Alles was darüber hinausgeht sind Alterskrankheiten, die nicht heilbar sind...Demenz, Alzheimer.
der körperliche Verfall
Man wird älter, so ist das eben...aber selbst da kann man sich noch fit halten, man muss halt dabei bleiben und auch wenn es einen eigentlich ankotzt weitermachen...so mach ich das jedenfalls.
das Schwinden der Sozialkontakte.
...und das liegt an jedem selbst, das kann man umgehen, wenn man will.

Soviel dazu.

Schönen Abend noch für dich.

LG Ralf



LG Ralf
 
  • Ralf T.
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